Instagram und Pinterest sind Quellen der Inspiration für den shopping-freudigen Kunden. Doch der Kontaktpunkt zum Shop war bislang eher umständlich zu konstruieren. Das ist nun anders und könnte der Customer Journey einen anderen Drive geben.

Als Produktsuchmaschine hat Amazon ganz weit die Nase vorn. Doch hier ist der Einkauf eher rational geprägt. Wenn es um Impulskäufe und Inspiration geht, stehen dagegen Plattformen wie Instagram und Pinterest hoch im Kurs. Hersteller und Händler in Branchen wie Mode, Wohnen, Food nutzen denn auch die Plattform seit jeher zur Sortimentsdarstellung, hebeln hier Produkte und machen Stimmung für neue Artikel.

Auf Instagram sorgen dabei Influencer, ein Milliardenmarkt, für zusätzliche Shoppingimpulse. Doch ob Pinterest oder Instagram – der direkte Einkaufsweg zum Onlineshop ließ sich nur umständlich über Tools herstellen oder man musste beispielweise bei Instagram immer wieder auf die Verlinkung in der Bio hinweisen. Damit ist nun Schluss.

Die Bilderplattform Instagram ermöglicht den Einkauf nun direkt aus der App . Unternehmen können bis zu fünf Produkte in ihren Beiträgen mit dem Online-Shop verbinden. „Die Shopping-Beiträge werden mit einem Einkaufstaschen-Symbol kenntlich gemacht sowie mit Preisschildern an den betreffenden Produkten direkt auf den Bildern. Die Produkte können durch einen Fingertipp dem Warenkorb hinzugefügt werden“, heißt es dazu bei Horizont. Boss und Zalando experimentieren damit bereits.

Vom Bild direkt in den Shop geht es nun bei Instagram
© Instagram
Vom Bild direkt in den Shop geht es nun bei Instagram
Nutzen kann das Tool jedes Unternehmen, wenn das eigene Business Profil auf Instagram mit einem Facebook-Shop oder einem Produktkatalog verknüpft ist.
Mit Instagram Shopping wird also die Customer Journey erheblich verkürzt. Und dies zu einem Zeitpunkt, da der Kunden womöglich gerade eine Kaufentscheidung, beispielsweise für einen Mode-Artikel, bereits gefällt hat. Weil der Weg zum Kauf nun kürzer wird, bleibt weniger Zeit, den Kauf noch einmal zu überdenken oder und es sinkt die Bereitschaft andernorts nach Alternativen zu suchen.

Ähnliches bietet auch die Bilder-Pinnwand mit der Funktion „Shop the Look”. Die wurde nun auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Japan eingeführt. Bilder sind dabei mit einem weißen Kreis versehen, der zum entsprechenden Produkt im Online-Shop des Herstellers führt.

"Shop the look" bei Pinterest
© Pinterest
"Shop the look" bei Pinterest
Auch Pinterest wirbt mit dem Vorteil, den Kunden frühzeitig im Shoppingprozess anzusprechen und Entscheidungswege abzukürzen: „Wenn die Nutzer auf Pinterest nach Ideen suchen, dann sind sie in einer Phase, in der sie diese demnächst ausprobieren oder nachkaufen wollen. Marken und Shops erreichen ihre Kunden somit zu einem Zeitpunkt, an dem sie sich für ein Angebot entscheiden.“

In Deutschland arbeitet Pinterest zum Launch mit den Fashion und Home Influencern Fashiioncarpet, Caro Daur, Masha Sedgwick, Who is Mocca?, Herz und Blut, Traumzuhause, 23qm Stil, Easyinterieur und Happy Interior zusammen.

In Frankreich startet Shop the Look mit Glamour in Kooperation mit Zalando und fünf Fashion Influencern. In der Kategorie Einrichten und Wohnen kooperiert Pinterest mit Maisons du Monde.

In den USA und Brasilien startete die Shopping-Funktion erfolgreich: Laut Pinterest werden "Shop the Look"-Pins doppelt so häufig angeklickt wie normale Pins.


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