Der Markt für digitale Bücher wächst in Deutschland rasant: Im ersten Halbjahr 2012 wurden fast so viele E-Books verkauft wie im gesamten Jahr 2011. Allerdings sind die Preise im Sinkflug.

In den ersten sechs Monaten 2012 wurden rund 4,59 Millionen kostenpflichtige E-Books in Deutschland heruntergeladen, zeigt eine Erhebung des Marktforschers Media Control. Der E-Book-Anteil am gesamten Buchmarkt verdoppelte sich damit von ein auf rund zwei Prozent.

Der gestiegene Absatz geht allerdings mit einem niedrigeren Durchschnittspreis einher. Im vergangenen Jahr kostete ein digitales Buch im Schnitt 9,56 Euro, zwischen Januar und Juni 2012 zahlten Leser dagegen nur noch durchschnittlich 8,64 Euro.

Mehr als 40 Prozent der Downloads kostenlos

Zusätzlich zu den kostenpflichtigen E-Book-Käufen ermittelte Media Control rund 3,24 Millionen kostenlose E-Book-Downloads. Damit entfielen im ersten Halbjahr 2012 rund 41 Prozent aller E-Book-Downloads auf Gratistitel.

Basis des E-Book-Reports ist eine repräsentative Umfrage unter 10.000 Personen zu Anzahl der E-Book-Käufer, durchschnittliche Kaufintensität, Marktanteile von Einkaufsstätten und Verlagen, Preisgruppen, Soziodemografie und Einsatz von Lesegeräten.

In den letzten Wochen haben mehrere Anbieter haben neue E-Book-Reader vorgestellt, darunter Amazon, Sony und die Verlagsgruppe Weltbild.