eBay gleicht manchen Marktbeobachtern eher einem Tanker - schwerfällig bei Kurskorrekturen und Innovationen. „Wir werden unterschätzt“, glaubt eBay-Deutschland-Chef Stefan Wenzel im Gespräch mit etailment. Er sagt es mit einem Lächeln. Denn gerade schiebt der Online-Marktplatz eine Reihe an Neuerungen an. Welche sind das? Und was taugen Sie?

eBay ist ein wenig wie das Internet. Mächtig viel Inhalt, doch vieles davon nur schwer auffindbar. Das soll mit den rund einer Milliarde Artikel weltweit jetzt anders werden. Das Zauberwort dafür: Strukturierte Daten.

Produktkatalog besser durchsuchbar: Die bessere Ordnung der Daten, Achillesferse aller Marktplätze, soll den Produktkatalog besser durchsuchbar machen und einzelne Artikel besser konkreten Produkten zuordnen. Helfen sollen dabei eindeutige Produktkennzeichnungen wie EANs, GTINs, MPNs oder Artikelmerkmale. Das verlangt auch von den Händlern mehr Professionalität beim Umgang mit den eigenen Daten. Am Ende soll sich das aber durch Mehrumsatz auszahlen. Schließlich werden die Artikel (140 Millionen in Deutschland) dann besser gefunden.  Zudem lässt  sich so zielgenauere Werbung erstellen und das Cross- und Upselling verbessern.

Noch wartet da reichlich Arbeit auf eBay und die Händler. Bislang sind global 42 Prozent des Inventars strukturiert.

Browse- und Product-Pages für ein besseres Einkaufserlebnis

Neue attraktive Einstiegsplätze: Strukturierten Daten schaffen mehr Übersicht, mehr Ordnung und tragen auch dazu bei, neue attraktive Einstiegsplätze für den Kunden zu kreieren. Dazu gehören künftig Browse- und Product Pages. Sie sollen dem Nutzer Artikel zu bestimmten Themen oder Produktkategorien gesammelt anzeigen. Damit sollen die Kunden mehr Überblick über für sie relevante Angebote bekommen. Wie das aussieht, zeigt beispielsweise die Seite zu Nikon Digitalkameras. Auch hier lautet das zentrale Ziel: Mehr Relevanz schaffen, das Einkaufserlebnis verbessern.

Spezial-Seite für Nikon
© ebay
Spezial-Seite für Nikon

Mehr Übersicht bietet eBay bereits mit den Themenwelten, wie dem  Smart Home Center, einer Virtual Reality-Welt, einer Gaming-Welt, das B-Ware-Center und einem eigenen Auftritt für Basics im Fashion-Segment.  

Neues „Verkäufer Cockpit pro“

Besseres Interface für Verkäufer: Das Ziel einer gut sortierten Datenschublade verlangt auch den Händler so einiges ab. Denen will man in Deutschland die Arbeit durch ein verbessertes User-Interface für  das neue „Verkäufer Cockpit pro“ erleichtern. Mit einem zentralen Dashboard können Verkäufer dann Artikel einstellen, bearbeiten und vermarkten sowie ihre Verkaufsaktivitäten analysieren.  Das Tool bietet damit einen Überblick über alle Verkaufsaktivitäten und Serviceleistungen an einem zentralen Ort und liefert zusätzliche Zahlen und Statistiken zur Analyse und Ausbau des Geschäfts.


Mehr Bequemlickeit für private Verkäufer: Mehr Komfort gibt es auch für den privaten Verkäufer. Bereits seit Mai kümmern sich die beiden Kooperationspartner Mädchenflohmarkt (Fashion) und FLIP4NEW (Unterhaltungselektronik) stellvertretend für den Verkäufer und den Verkauf der Artikel.
Bei Elektronik ermittelt Flip4New vorab anhand der Verkäuferangaben zu Zustand und Ausstattung den Wert des Geräts und schlägt dem Verkäufer einen Festpreis vor. Nimmt der Nutzer das Angebot an, schickt er die Ware kostenlos an Flip4New. Im Anschluss erhält er den Preis für Smartphone, Tablet und Co. direkt ausgezahlt. Die tatsächliche Angebotserstellung bei eBay, den Verkauf des Produktes und den Versand an den Käufer entfällt damit komplett für den Verkäufer.
Wenn es um Textilien geht, wird es etwas komplexer: Nutzer können Kleidung und Accessoires kostenlos an Mädchenflohmarkt senden, Experten prüfen den Zustand und die Qualität der Produkte und legen in Rücksprache mit dem Einsender den Verkaufspreis fest. Im Anschluss übernimmt Mädchenflohmarkt die Angebotserstellung, das Verkaufshandling und den Versand an den Käufer.


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