Nach Einschätzung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan bleibt E-Commerce trotz der negativen Entwicklung an der Börse auch weiterhin ein großer Wachstumsmarkt.

Trotz der negativen Entwicklung an der Börse bleibt E-Commerce auch weiterhin ein großer Wachstumsmarkt. Von den massiven Investitionen und dem ständig breiteren Angebot im Bereich B2B profitiert in besonderer Weise der europäische Markt für E-Commerce-Software, so die Einschätzung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan in einer neuen Analyse des Endanwendermarktes. Der Umsatz soll von 533,8 Mio. US-Dollar im Jahre 2000 auf 2,5 Mrd. US-Dollar im Jahre 2007 ansteigen.

Die Anwender setzen laut Frost & Sullivan nach wie vor auf maßgeschneiderte Softwarepakete, die meist auf der Grundlage eines ERP-Pakets oder eines Datenbankprogramms wie Oracle oder SQL Server entwickelt werden. Lösungen von der Stange gelten als zu starr. Nach Ansicht von Chris Cherrington, Analyst bei Frost & Sullivan, wird E-Commerce Software neben Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität vor allem nach ihrer Integrationsfähigkeit mit vorhandenen Anwendungen beurteilt. Im allgemeinen seien die Anwender sehr zufrieden mit Implementierung und Funktionalität der Software.

Nach Angaben von Frost & Sullivan haben im Bereich B2B reine E-Commerce-Software-Anbieter wie BroadVision, Intershop und Open Market die größte Bekanntheit und den größten Marktanteil erreicht. Aber die etablierten Anbieter wie Microsoft, Oracle und IBM bauen ihre Positionen ebenfalls aus, indem sie komplementäre Technologien, Erfahrung, Finanzkraft, ausgedehnte Vertriebsnetze und die Bekanntheit ihrer Marken in die Waagschale werfen. Für sie besteht die Herausforderung darin, überzeugende E-Commerce-Software zu produzieren, während die Spezialanbieter so gute Produkte entwickeln müssen, dass sie die Kunden von ihren angestammten Zulieferern weglocken können.

Da die E-Commerce-Software-Branche mit hohem Wachstum und nachfolgender Konsolidierung die klassische Entwicklung eines ungesättigten Marktes vollziehen wird, sollten reine E-Commerce-Software-Anbieter das nachlassende Wachstum bei den Internetunternehmen als Alarmsignal verstehen. Eine typische Überlebensstrategie sind hier Partnerschaften wie etwa die Allianz von CommerceOne und SAP.

Obwohl die Softwareanbieter bestrebt sind, die Merkmale ihrer Produkte zu akzentuieren, verdankt sich die Kaufentscheidung oft eher ihren Marketing- und Verkaufsfähigkeiten. Diese Stärke gelte es auszubauen, so Chris Cherrington: "Gute Marketing- und Absatzideen sowie Vertriebspartnerschaften und Support sind die Schlüssel zum Gewinn von Marktanteilen".

Die Studie "The European E-Commerce Software Market" (Report 3960) ist für 6.000 Euro bei Frost & Sullivan erhältlich. (ST)


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