Die Umsätze des Einzelhandels sind im September um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Das gab das Statistische Bundesamt am Freitag bekannt. 

Zwar stiegen die Umsätze in diesem Monat auf Jahressicht nominal um 4,1 Prozent und preisbereinigt (real) um 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden an diesem Freitag mitteilte. Allerdings hatte der Monat in diesem Jahr mit 26 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr der September als im Vorjahr.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2008 setzte der Einzelhandel nominal 2,4 Prozent mehr und real (preisbereinigt) 0,5 Prozent weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum August 2008 sanken die Erlöse um 2,5 Prozent (nominal) beziehungsweise 2,3 Prozent (real) - und damit deutlich stärker als von Experten erwartet.

Facheinzelhandel verliert deutlich

Die Bereiche Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren setzte im September nominal 3,8 Prozent mehr und real 0,7 Prozent weniger um als im September 2007.

Bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten wurde nominal 4,2 Prozent mehr und real 0,4 Prozent weniger umgesetzt, beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze dagegen nominal und real unter den Werten des Vorjahresmonats (nominal minus 0,1 Prozent, real minus 4,1 Prozent).

Ergebnisse aus sieben Bundesländern

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde nominal und real mehr umgesetzt als im September 2007 (nominal plus 4,3 Prozent, real plus 2,5 Prozent). Lediglich im sonstigen Einzelhandel mit Waren verschiedener Art lagen die Umsätze unter denen des Vorjahresmonats (nominal minus 2 Prozent, real minus 3 Prozent).
 
Die Ergebnisse berechneten die Statistiker aus Daten von sieben Bundesländern, in denen etwa 76 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche getätigt werden.