Weniger Verbrauch, günstigerer Preis: Der überarbeitete Mazda 6 soll das Geschäft mit Großkunden beleben. Der Autobauer verspricht dafür eine Fülle von technischen Neuerungen.

Mazda drückt aufs Tempo: Nur zwei Jahre nach der Markteinführung der zweiten Generation der Mittelklasse-Baureihe Mazda 6, dem wichtigsten Modell der Marke im Großkundengeschäft, schicken die Japaner eine überarbeitete Version nach Deutschland.

Zwar fiel das Facelift mit einem veränderten Kühlergrill, neuen Heckleuchten und leichten Modifikationen an der Mittelkonsole sehr dezent aus, doch die Asiaten versichern, mehr als 400 Optimierungen vorgenommen zu haben.

Diesel erfüllen jetzt Euro 5

Darunter fällt auch die Einführung eines neuen 2-Liter-Benziners mit 114 kW/155 PS, der ab 25.190 Euro in der Preisliste steht. Für die Flottenverkäufe, und die möchte Deutschland-Geschäftsführer Josef A. Schmid in diesem Jahr um 30 Prozent auf 12.000 Einheiten steigern, ist allerdings die Überarbeitung der drei Diesel-Versionen mit 95 kW/129 PS, 120 kW/163 PS und 132 kW/180 PS noch bedeutender. Die 2,2-Liter-Aggregate erfüllen nun die Euro-5-Abgasnorm.

Verbrauch sinkt um 7 Prozent

Der Verbrauch sank dabei um bis zu 7 Prozent. Für die 129-PS-Variante gibt der Hersteller einen Normwert von lediglich 5,2 Litern, für die beiden stärkeren Selbstzünder 5,4 Liter an. Ein Start/Stopp-System, wie beim kleineren Mazda 3, steht allerdings weiterhin nicht zur Wahl.

Neben den Motormaßnahmen verbesserten die Ingenieure auch Fahrwerk und Lenkung. Die Einführung von adaptivem Kurvenlicht in Verbindung mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und einer Berganfahrhilfe ergänzen die Neuerungen.

Preise um 800 Euro reduziert

Insgesamt stehen drei Karosserie-Varianten, fünf Ausstattungen und sechs Motoren zur Wahl. Das schlagendste Verkaufsargument steht indes in der Preisliste: Nach der Überarbeitung ist der Wagen 800 Euro günstiger als zuvor und beginnt nun bei 22.690 Euro für die viertürige Limousine. Der Kombi, der in Deutschland mehr als 70 Prozent Verkaufsanteil hält, kostet 1.000 Euro mehr und demnach im günstigsten Fall 23.690 Euro.

Bernd Nusser