Weltweit entstehen Brutstätten für Internet-Start-ups. Nun will auch die Beratungsgesellschaft McKinsey jungen Firmen den Weg in den Markt ebnen. Vor zwei Tagen hat McKinsey in München eine neue Filiale eröffnet, den Accelerator. Dies ist der erste von zwanzig weltweit geplanten Brutstätten für Internet-Firmen.

Weltweit entstehen Brutstätten für Internet-Start-ups. Nun will auch die Beratungsgesellschaft McKinsey jungen Firmen den Weg in den Markt erleichtern. Vor zwei Tagen hat McKinsey in München eine neue Filiale eröffnet, den Accelerator. Dies ist der erste von zwanzig weltweit geplanten Brutstätten für Internet-Firmen.

Gegenüber dem Handelsblatt betont McKinsey-Direktor Andreas Biagosch, dass der Rundum-Service für junge Unternehmen auf einer unkomplizierten Teamarbeit ohne Hierarchien, mit kurzen Wegen und schnellen Entscheidungen basiert. Rund 400 Berater in Europa kümmern sich bei McKinsey um junge Internet-Firmen, die den Weg ins E-Business finden sollen. "Wir wollen das weltweit beste Beratungshaus für die New Economy werden", erklärt Biagosch gegenüber dem Handelsblatt.

Im Accelerator in München erhalten Jungunternehmer moderne Büroräume und eine Rundum-Betreuung. Sie reicht von der Beratung in Technologiefragen über Marketing bis zum Rechnungswesen. Falls notwendig, springen McKinsey-Berater vorübergehend als Geschäftsführer ein. Hinzu kommt ein Netzwerk mit Spezialisten. Der Weg ins Accelerator führt über eine harte Prüfung der Jungunternehmen. Dies müssen bereits über ein funktionierendes Internet-Produkt verfügen und Kapital einer Venture-Capital-Gesellschaft mitbringen. Die Verweildauer im Accelerator ist auf ein halbes Jahr begrenzt. Dort ist Platz für sechs Start-ups.

Das größte Beratungshaus Andersen Consulting offeriert ähnliche Angebote. Für rund 1,2 Mrd. US-Dollar baut das Unternehmen 22 "Dot.Com Launch Center" auf. Sie sollen als Anlauf- und Koordinationszentrale für Internet-Firmen dienen.