In die Ermittlungen wegen Verdachts auf Korruption bei Media-Saturn kommt Bewegung. Aufgrund eines anonymen Briefes geht die Staatsanwaltschaft weiteren Spuren nach.

Auch der "Süddeutschen Zeitung" liegt dieses Schreiben vor. Demnach stehen deutlich mehr Personen und Unternehmen unter Verdacht, in den Korruptionsfall Media-Saturn verwickelt zu sein.

Gegen die Media-Saturn-Holding (MSH) wird seit dem 13. Juli von der Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt. Die Vorwürfe lauten auf Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr sowie Beihilfe dazu.

An jenem Julitag wurden bundesweit zwanzig Büros und Privatwohnungen durchsucht. Laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll einer der Beschuldigten Mitglied der Geschäftsleitung sein.

Insiderkenntnisse

Ein Anonymes Schreiben aus dem Herbst 2010 soll die Ermittlungen ins Rollen gebracht haben. Nun wurde bekannt, dass es ein zweites Schreiben dieser Art gibt, dass laut "Süddeutscher Zeitung" vom selben Verfasser kommt und auf Insiderkenntnise schließen lässt.

Im zweiten Brief sollen die Vorwürfe noch detaillierter dargestellt werden. Unter anderem werde davon berichtet, dass vier weitere Firmen und die Lebensgefährtin eines MSH-Managers in den mutmaßlichen Bestechungsfalle verwickelt seien.

Weiter heißt es, dass die Bestechungsgelder über Immobilien in den Vereinigten Staaten gewaschen worden seien, schreibt das Blatt.