Der Rückzug von Media-Saturn aus China ist nun beschlossene Sache. In Deutschland retten die Umsätze der Elektroniktochter das Weihnachtsgeschäft der Konzernmutter Metro.

Der Handelskonzern Metro leitet bei seiner Elektroniktochter Media-Saturn den Rückzug aus China ein. Metro habe nach einer zweijährigen Testphase entschieden, die Geschäftstätigkeit von Media-Saturn in China nicht fortzuführen, teilte das Unternehmen mit. Mit dem Partner von Media-Saturn China, dem chinesischen Elektronikhersteller Foxconn, werde nun das weitere Vorgehen besprochen.

Europas größter Elektronikhändler Media-Saturn hatte zwei Jahre lang den chinesischen Markt getestet. Im Raum Shanghai gibt es bislang sieben Läden von Media Markt. Die Metro AG will in China in ihre Großhandelsaktivitäten weiter investieren.

Umsatzplus in den Elektronikmärkten

Auf dem Heimatmarkt dagegen laufen die Geschäfte der Elektronikkette besser. Zwar hat Deutschlands größter Handelskonzern im Weihnachtsgeschäft trotz aggressiver Preise nur ein kleines Umsatzplus erzielt. Die Erlöse nahmen im wichtigen vierten Quartal 2012 um 0,5 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro zu, wie die Metro am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Doch vor allem Media Markt und Saturn legten zu. Sie steigerten ihren Quartalsumsatz um 1,3 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Dagegen schrumpfte der Umsatz der Warenhaustochter Kaufhof um 2,9 Prozent auf eine Milliarde Euro. Unter warmen Wetter hatte zum Quartalsbeginn die Nachfrage nach Bekleidung gelitten. Die Metro-Großhandelsmärkte und der Lebensmittelhändler Real erzielten leichte Umsatzzuwächse.