An den Anblick von Spekulatius und Lebkuchen im Supermarkt hat man sich dieser Tage gewöhnt. Aber auch im Onlinehandel stimmt man sich langsam aber sicher auf das Weihnachtsgeschäft ein. Wer gut vorbereitet ist, darf auch in diesem Jahr mit deutlichen Umsatzsteigerungen rechnen. E-Commerce-Händler sollten dagegen gelernt haben, dass das Vorweihnachtsgeschäft ganz schnell da ist - nämlich jetzt. Bei Otto haben sich allein gegenüber dem Vormonat Juli die Suchanfragen nach weihnachtlicher Deko im August 2016 nahezu verdreifacht. etailment gibt Tipps, die jetzt auf jeden Fall gecheckt werden müssen.



1. SEO überarbeiten

Wer in der Vorweihnachtszeit gefunden werden will, kommt um eine gezielte Suchmaschinenoptimierung nicht herum. Onlinehändler sollten so früh wie möglich ihren Webauftritt durch geeignete Keywords rund um Weihnachten und beliebte Produkte ergänzen. Laut Otto haben es im Sommer 2016 einige weihnachtliche Artikel den Frühshoppern besonders angetan. Der am häufigsten gesuchte Begriff ist "Weihnachtsbaum", gefolgt von "Weihnachtsbeleuchtung" und "Weihnachtskugeln".

2. Unkomplizierte Abwicklung von Rücksendungen

Die allermeisten Kunden im Internet-Versandhandel finden eine unkomplizierte Abwicklung von Retouren sehr wichtig. Haben sie das Zurücksenden von Ware als einfach wahrgenommen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei diesem Händler erneut einkaufen werden.Die Investition in einen reibungslosen Ablauf von Retouren lohnt sich.

3. Partnerwahl bei Logistik und Payment ist maßgeblich für Retouren-Abwicklung

Ob eine Warenrücksendung reibungslos und unkompliziert abläuft, hängt auch davon ab, welchen externen Dienstleister der Online-Händler nutzt, etwa bei Logistik-Services und Bezahlverfahren. Es lohnt sich, diesen Faktor bei der Analyse von Retouren zu berücksichtigen. So ist zum Beispiel durch Studien bekannt, dass ein hoher Anteil von Online-Kunden Bestellvorgänge abbricht, weil eine Zahlung mit Paypal nicht möglich ist.

Die Suchanfragen nach Weihnachtsartikeln steigen bereits an (Foto: Otto)
Die Suchanfragen nach Weihnachtsartikeln steigen bereits an (Foto: Otto)

4. Kaufpreisrückerstattung fördert Vertrauen in Online-Shops

„Gefühlte“ Sicherheit und die Seriosität des angebotenen Bezahlverfahrens sind aus Sicht der Verbraucher bei ihren Kaufentscheidungen hoch relevant. Die Sicherheit beim Bezahlen spielt für die Befragten bei Retouren ebenfalls eine wichtige Rolle: Die Mehrheit der Kunden glaubt, dass das von ihnen gewählte Bezahlverfahren auch Auswirkungen auf die Chancen hat, im Fall einer Warenrücksendung das Geld zurückzuerhalten.

5. Wer Ware zügig versendet, erhält weniger Retouren

In der Zeitspanne, die beim Online-Shopping zwischen Bestellung und Erhalt der Ware besteht, treten viele Konsumenten oft von ihrer Kaufentscheidung zurück – und schicken die gelieferten Artikel dann postwendend wieder an den Absender. Wenn die Ware jedoch möglichst zügig beim Verbraucher ankommt, sinkt das Risiko von Retouren. Wer schnell liefert, kann zudem Mitbewerber ausstechen: Jeder vierte Verbraucher kann sich vorstellen, ein dringend benötigtes Produkt bei mehreren Händlern gleichzeitig zu bestellen oder hat dies bereits getan. Durch die schnelle Abwicklung von Transaktionen können die meisten Händler die Ware noch am Tag der Bestellung versenden.

6. Weniger Fehlbestellungen durch präzise und detaillierte Produktdarstellung 

Nahezu jeder Online-Händler macht die Erfahrung, dass sie weniger Retouren erhalten, wenn sie die Produkte in ihrem Shop möglichst genau beschreiben und präzise darstellen, etwa durch eine hochauflösende Detailansicht. Auch einfache Hilfen wie Größentabellen beim Modeversand oder zum Ausdrucken vorbereitete Schablonen für Schuhgrößen können schon im Vorfeld dafür sorgen, dass Kunden seltener Waren zurückschicken müssen.

7. Rezensionen und Bewertungen geben Verbrauchern mehr Sicherheit bei Produktauswahl

Die Einbeziehung von Käuferinnen und Käufern durch Kundenbewertungen und Empfehlungsmöglichkeiten kann dabei helfen, die Zahl der Retouren zu senken. Natürlich: Man kann als Händler davor zurückschrecken, negative Bewertungen zuzulassen. Die Produktpolitik wird dadurch jedoch erleichtert, und beim Kunden vermeidet man Fehlentscheidungen, die man später per Retoure bezahlen muss.

8. Produktempfehlungen anpassen

Natürlich wissen längst nicht alle Verbraucher, wo sie welche Weihnachtsgeschenke einkaufen können. Der Suchtraffic schwillt laut Google ab Mitte Oktober an, und ab Anfang November schalten die Unternehmen entsprechende Onlinekampagnen. Eine große Rolle spielt dabei Retargeting. Wichtig dafür sind unter anderem gut sortierte Daten aus dem CRM, in dem genau nachvollzogen wird, welche User welche Produkte während der Weihnachtszeit im Vorjahr erworben haben. Produktempfehlungen sollten deshalb nicht nur aktuelle oder individuell angepasste Produkte enthalten, sondern auch Produktvorschläge, die zum Beispiel im Vorjahr während der Weihnachtszeit zu den meistgekauften Artikeln gehörten.


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