Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Werner Müller, hat heute mit Vertretern von Wirtschaft und Verbänden in einem Spitzengespräch eine Bilanz der "Partnerschaft sichere Internet-Wirtschaft" gezogen und sich für die intensive Fortsetzung ausgesprochen.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Werner Müller, hat heute mit Vertretern von Wirtschaft und Verbänden in einem Spitzengespräch eine Bilanz der "Partnerschaft sichere Internet-Wirtschaft" gezogen und sich für die intensive Fortsetzung ausgesprochen. Anlässlich dieses Gespräches wurde in einer gemeinsamen Erklärung die Notwendigkeit der Erhöhung der Sicherheit in der Internet-Wirtschaft bekräftigt.

Müller: "Auch in jüngerer Zeit ist das Internet, sind Unternehmen und Privatanwender unverändert Attacken ausgesetzt gewesen. Zwar gibt es keine genauen Statistiken, aber die wirtschaftlichen Schäden sind nach Ansicht von Fachleuten nicht unbeträchtlich, ganz zu schweigen davon, dass das Vertrauen in E-Commerce und E-Government beeinträchtigt wird. Das können und wollen wir uns nicht leisten." Durch die wirtschaftliche Entwicklung des Internets ist die Informations- und Telekommunikationstechnik heute einer der wichtigsten Wachstumsmotoren der deutschen Wirtschaft. Dies wird sich mit dem zu erwartenden Umfang des M-Commerce auf der Basis der nächsten Mobilfunkgeneration noch verstärken.

Die Bundesregierung hat mit den Eckwerten zur deutschen Kryptopolitik vom Juni 1999 eine wichtige Grundlage zur Erhöhung der IT-Sicherheit gelegt und dies auch international erfolgreich vertreten. Mit dem neuen Signaturgesetz ist zusätzlich ein zentraler Baustein für die gesetzlichen Rahmenbedingungen gesetzt worden. In konkreten Maßnahmen, wie den Förderprogrammen im Rahmen des Wettbewerbs Media@Komm oder Vernet beziehungsweise dem Verschlüsselungsprojekt GnuPG, von dem heute eine neue Version zum einfachen Verschlüsseln vorgestellt wurde, hat das BMWI ebenfalls die IT-Sicherheit voran getrieben.

Müller: "Wir haben seit der Gründung der Partnerschaft vor einem Jahr bereits einen Bewusstseinswandel zugunsten von mehr Sicherheit in den Datennetzen registriert. Aber Umfragen und Studien zeigen immer wieder, dass vor allem die überwiegende Zahl der Unternehmen im Mittelstand noch nicht hinreichend sensibilisiert ist." Eine Studie im Auftrag des BMWI bei der Ruhr-Universität Bochum hat ergeben, dass - unabhängig von der Branchenzugehörigkeit oder der Unternehmensgröße - IT-Sicherheit zunächst immer noch als hemmender Kostenfaktor gesehen wird. Dazu Müller weiter: "Jetzt muss der Mittelstand erkennen, dass es ein Vorteil ist, dem Kunden, seien es Unternehmen oder Verbraucher, das Qualitätsmerkmal 'IT-Sicherheit' als wettbewerbsentscheidenden Vorteil zu verdeutlichen. Gerade die deutsche Kryptoindustrie bietet eine große Vielzahl von vertrauenswürdigen Lösungen an. Wir wollen mit unserer 'Security Road Show Germany' ganz gezielt auf den Mittelstand zugehen."

Dass das Thema auch eine internationale, europäische Bedeutung hat, ist aus der Mitteilung der Europäischen Kommission zur "Netzwerksicherheit" vom 6. Juni 2001 zu ersehen. Müller: "Ich freue mich, dass auch die Kommission jetzt Maßnahmen vorschlägt, die wesentliche Elemente unserer Initiativen für eine sichere Internet-Gesellschaft aufgreift."

Eine Liste der Unternehmen und Verbände, die an der Partnerschaft teilnehmen, die Erläuterungen zu den vorgesehenen Maßnahmen sowie die bisherige Bilanz der Partnerschaft sind unter www.bmwi.de/Homepage/Presseforum/Pressemitteilungen/2001/1612prm.jsp abrufbar. (ST)


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