Beim Verzehr von Brot und Brötchen bleiben sich die deutschen Konsumenten treu: Der Pro-Kopf-Verbrauch blieb fast identisch wie im Vorjahreszeitraum.

Jeder Bundesbürger hat im zurückliegenden Wirtschaftsjahr durchschnittlich 84,2 Kilogramm Brot, Brötchen und Gebäck gegessen, teilte der Verband Deutscher Mühlen an diesem Dienstag in Berlin mit. Im Jahr zuvor war es nach Angaben der GMF Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung mit 84,6 Kilogramm nur wenig mehr.

Die Mühlen rechnen mit einer guten Ernte: "Die Getreideernte 2009 ist mit 48 bis 50 Millionen Tonnen mengenmäßig gut und reicht an die Vorjahresergebnisse heran", teilt der Mühlenverband mit.

Bauernverband äußert sich am Freitag

Der Deutsche Bauernverband will seine Zahlen an diesem Freitag präsentieren. Die Bauern konnten ihre Ernte Ende Juli wegen der Feuchtigkeit in weiten Teilen Deutschlands nicht einfahren.

Die Mühlen leiden unter leichtem Umsatzrückgang von 2,2 auf 1,8 Milliarden Euro. Dafür sei vor allem das Ende des Getreidepreis-Booms verantwortlich. Der Großhandelspreis für eine Tonne Weizen lag Anfang 2008 zeitweise bei über 300 Euro, derzeit mit rund 140 Euro bei weniger als der Hälfte.

Die Mehlpreise im Supermarkt seien wegen langfristiger Verträge dennoch konstant geblieben. Der Export stieg um gut drei Prozent auf über 540.000 Tonnen Mehl.