Für oder gegen die stärkere Regulierung von Scoring? Verbandschef Thomas Steinmark und Datenschützer Thilo Weichert legen ihre Argumente dar.

Mit der Novelle des Datenschutzgesetzes plant die Bundesregierung eine Regulierung von Scoring-Verfahren. Denn zahlreiche Fälle von kriminellem Adresshandel befeuern die Debatte um eine Verschärfung des Datenschutzgesetzes.

Anfang September rief Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble seine Amtskollegen aus dem Wirtschafts-, Verbraucherschutz- und Justizressort daher sogar zum „Datengipfel” zusammen.

Von der nun geplanten Novelle des Datenschutzgesetzes sind insbesondere Versandhändler und Onlineshops betroffen, da die sogenannten Scoring-Verfahren reguliert werden sollen. Mithilfe dieser statistisch-mathematischen Methoden prognostizieren Auskunfteien, Kreditinstitute und auch Handelsunternehmen die Bonität von Privatpersonen.

Nach dem vorliegenden Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen Unternehmen, die solche Verfahren einsetzen, künftig in „allgemein verständlicher Form” erklären, wie ein konkreter Score-Wert zustande gekommen ist. Für die Verfahren selbst sollen einheitliche „wissenschaftlich fundierte” Vorgaben festgelegt werden.

In Der Handel kommen Befürworter und Gegner der Novelle zu Wort: Mehr Transparenz für die Verbraucher, verspricht sich Datenschützer und Scoring-Experte Dr. Thilo Weichert von der Neuregelung des Datenschutzgesetzes. Hier lesen Sie seinen Beitrag.

Betrügerische Manipulationen durch Kriminelle und weniger Entscheidungsfreiheit für die Unternehmen befürchtet hingegen Dr. Thomas Steinmark, Hauptgeschäftsführer im Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh). Den Beitrag lesen Sie hier.