50 Millionen Floppy-Discs wurden 2009 in Europa noch verkauft. Und trotz moderner Konkurrenz wird der Datenspeicher-Dino auch im professionellen Bereich noch genutzt.

Totgesagte leben bekanntlich länger: Die Floppy-Disk ist dafür ein Beispiel. Knapp 30 Jahre nachdem die ersten 3,5-Zoll-Disketten im Jahr 1981 vorgestellt wurden, ist die "Floppy-Disk" - was auf deutsch etwa "wabbelige Scheibe" heißt und noch von der ersten Diskette aus dem Hause IBM im Jahre 1969 herrührt - trotz modernerer Konkurrenten wie der CD und USB-Sticks noch immer ein weit verbreitetes Speichermedium.

Der gesamteuropäische Markt belief sich 2009 auf rund 50 Millionen Stück, meldet der Datenspeicherhersteller Verbatim. Dabei liegt mittlerweile der Absatzschwerpunkt in osteuropäischen und GUS-Staaten. Deutschland deckt demnach nur noch etwa 10 Prozent des europäischen Marktes ab.

Floppy steuert Maschinen

"Auch 2010 wird die Diskette noch in den verschiedensten Bereichen eingesetzt, da sie besonders für die Speicherung geringer Datenmengen leicht anwendbar und dazu noch günstig ist", heißt es in einer Pressemitteilung des Herstellers.

Weil die Zahl der installierten Disketten-Laufwerke nach wie vor hoch sei, werde die Diskette auch immer noch im privaten und selbst professionellen Umfeld bei Behörden oder in der Industrie etwa zur Maschinensteuerung eingesetzt. Es bestehe also weiterhin eine regelmäßige Nachfrage.

Deshalb hält Verbatim an dem Disketten-Oldie fest: "Auch in Deutschland findet der Anwender die Diskette auch in Zukunft in den Regalen der Elektrofachmärkte", verspricht der Speicherhersteller.