Der Messechef aus Leipzig löst Michael von Zitzewitz in Frankfurt ab. Die Stelle von Geschäftsführer Michael Peters fällt hingegen ganz weg. 

Nun hat das Rätselraten ein Ende: Der derzeitige Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH Wolfgang Marzin soll neuer Geschäftsführer der Messe Frankfurt werden. Dies teilte die Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Frankfurt GmbH, die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth, am gestrigen Mittwoch Abend mit.

Die Oberbürgermeisterin wies noch einmal darauf hin, dass der Frankfurter Magistrat bereits im September vergangenen Jahres beziehungsweise im Mai dieses Jahres beschlossen habe, die auslaufenden Verträge der Messe-Geschäftsführer Michael von Zitzewitz und Dr. Michael Peters nicht zu verlängern. Das sorgte bei den beiden Managern für einigen Unmut.

Stabwechsel März 2010

Wolfgang Marzin, der sei April 2004 Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH ist, soll dem mit Ablauf des Monats März 2010 aus der Messe Frankfurt GmbH ausscheidenden Vorsitzenden der Messe-Frankfurt-Geschäftsführung Michael von Zitzewitz nachfolgen.

Eine Neubesetzung für die mit dem Ausscheiden von Dr. Michael Peters Ende Juni 2010 frei werdende Geschäftsführerposition in der Messe Frankfurt GmbH wird es hingegen nicht geben: Künftig werden nur drei Geschäftsführer die Messe Frankfurt GmbH leiten, sagte Petra Roth.

Leipziger verloren Computerspielmesse an Köln

Die Messe Frankfurt ist mit 440 Millionen Euro Umsatz das „weltweit größte Messeunternehmen mit eigenem Gelände“, wie die Hessen für sich selbst werben. Die Leipziger Messe hat im vergangenen Jahr einen Konzernumsatz von 80,2 Millionen Euro ausgewiesen und 26 Messen und Ausstellungen sowie 103 Kongresse organisiert.

Wolfgang Marzin musste allerdings kürzlich die seit 2002 in Leipzig stattfindende, publikumswirksame „GC – Games Convention“ ziehen lassen: In diesem Jahr fand die Messe rund um Video- und Computerspiele, die der Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) ausrichtet,  in Köln unter dem Namen "Gamescom" statt.

Die Namensrechte für die Games Convention liegen bei der Messe Leipzig, die kurz vor  der Kölner Veranstaltung trotzig die "Games Convention Online" veranstaltete. Doch mit mäßigem Erfolg: Während 245.000 Spieler den Weg nach Köln fanden, blieben der Leipziger Gegenveranstaltung nur 43.000 Besucher treu.