Metro rechnet mit einem normalen Weihnachtsgeschäft. Weitere Prognosen von Unternehmenschef Eckhard Cordes sind aber vorsichtig: "Wir stehen wie vor einer Nebelwand."

"Ich bin kein Hellseher, aber ich rechne nicht mit einem Einbruch", sagte Vorstandschef Eckhard Cordes der "Bild"-Zeitung. "Es wird nicht fantastisch, aber auch nicht katastrophal." Die Finanzkrise stelle die Handelsbranche zwar vor Herausforderungen. "Wir sehen eine Abschwächung."
 
Obwohl die Kunden vor größeren Anschaffungen genau überlegten, sei das Geschäft bei den Elektronik- Märkten der Metro-Gruppe zuletzt weiter gewachsen. "Media Markt und Saturn hatten im ersten Halbjahr ein Wachstum von 12 Prozent, in den letzten drei Monaten waren es noch sechs Prozent", sagte Cordes.

Elektrowaren werden billiger

Für das kommende Jahr geht der Metro-Chef von einem weiteren Preisrückgang bei Elektrowaren und Computern aus. "Die Produkte werden seit Jahren immer billiger und leistungsfähiger. Dieser Trend wird andauern. Wenn es künftig Preisänderungen  gibt, dann gehen sie nach unten."

Bei Lebensmitteln sei ebenfalls keine Verteuerung zu erwarten, sagte Cordes. "Einen  so kräftigen Preisanstieg wie seit vergangenem Jahr werden wir 2009 nicht nochmal sehen." Derzeit sei sogar eine "leichte Entspannung" zu beobachten.

Die Sicht muss erst klarer werden

Zum Gesamtausblick auf 2009 gab sich der Metro-Chef zurückhaltend: "Wir stehen gegenwärtig wie vor einer Nebelwand. Wir richten uns auf härtere Zeiten ein und werden uns zunächst erst einmal vorsichtig durch den Nebel tasten", betonte der Metro-Chef. "Erst wenn die Sicht wieder klarer wird, können wir wieder richtig Gas geben."