"Thema erledigt": In einem Spiegel-Interview legt Metro-Chef Eckhard Cordes die Idee einer Fusion zwischen Karstadt und Kaufhof ad acta - und schlägt versöhnliche Töne im Streit um Media-Saturn an.

Das Thema Fusion Karstadt-Kaufhof sei "erledigt", sagte Vorstandschef Cordes in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Der Metro-Chef sagte zudem, er könne Karstadts aktuellen Zustand "nicht beurteilen". Das Unternehmen befinde sich noch in der Phase des Sanierungstarifvertrags mit Verdi und genieße Mietvorteile. "Es ist also alles andere als in einem eingeschwungenen Zustand", sagte Cordes.

Er wolle auch "nicht arrogant sein, aber Kaufhof geht erfolgreich seinen Weg. Wir brauchen Karstadt nicht". Noch vor wenigen Wochen plädierte Kaufhof-Chef Lovro Mandac für eine Fusion mit Karstadt.

Versöhnliche Töne im Streit um Media-Saturn

Zu den Streitigkeiten mit den Media-Markt-Gründern sagte Cordes, Metro habe "immer auch gesagt, dass wir uns außergerichtlich zusammensetzen können, um eine konstruktive Lösung zu finden." Dieses Angebot sei jedoch "bislang leider nicht angenommen" worden.

Hintergrund des Streits ist, dass die Metro mit Hilfe eines Beirats die Sperrminorität im Gesellschafterausschuss der Holding aushebeln will. Dort müssen bisher alle Entscheidungen mit einer Mehrheit von 80 Prozent fallen, damit können die Familien faktisch Entscheidungen verhindern.