Der Handelskonzern Metro will die Rückgänge in seinem schwächelnden Großhandelsgeschäft in Deutschland bis zum Jahresende stoppen. Cash&Carry-Vorstand Muller kündigt Kosteneinsparungen an.

"Wir gehen derzeit davon aus, dass wir 2009 das Ende des Ergebnisrückgangs erreichen und ab dem kommenden Jahr schrittweise zu profitablem Wachstum zurückkehren", kündigte Metro-Vorstand Frans Muller vor Journalisten an. Rote Zahlen werde es in diesem Jahr nicht geben.

Der Großhandel für Gewerbetreibende (Cash & Carry) ist die wichtigste Sparte des Düsseldorfer Handelskonzerns und trägt fast die Hälfte zum Gesamtumsatz bei. Wachsen konnte in den letzten fünf Jahren aber allein das Auslandsgeschäft.

Der Konzern will die Sparte mit Kosteneinsparungen und neuen Konzepten wie beispielsweise einem Lieferservice wieder auf Vordermann bringen.

Umsatz steigern, Kosten senken

2012 soll das operative Ergebnis (EBIT) auf bis zu 150 Millionen Euro steigen. Der Umsatz soll bis dahin um etwa eine halbe Milliarde Euro zulegen. Die Kosten will Metro Cash & Carry im gleichen Zeitraum um 150 Millionen Euro senken.

Der größte Teil entfällt auf Personalkosten, weshalb 1.200 Vollzeitstellen in den Märkten und 140 Arbeitsplätze in der Verwaltung wegfallen. Der Abbau ist Metro zufolge nahezu abgeschlossen und erfolgt hauptsächlich dadurch, dass freiwerdende Stellen nicht besetzt werden.