Den späten Ostertermin und das deswegen fehlende Feiertagsgeschäft hat die Metro im ersten Quartal 2011 zu spüren bekommen. Die Umsätze konnten lediglich stabil gehalten werden. Allerdings gab es einen deutlichen Ergebnisanstieg.

Deutschlands größter Handelskonzern Metro hat wegen des fehlenden Ostergeschäfts im ersten Quartal seinen Umsatz nur stabil halten können. In den ersten drei Monaten wurden wie im Vorjahreszeitraum 15,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, wie der Konzern am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg allerdings um 6,6 Prozent auf 145 Millionen Euro. Unter dem Strich verringerte sich der Nettoverlust von 16 auf 3 Millionen Euro.

Durch den späten Ostertermin in diesem Jahr wird Metro erst im zweiten Quartal vom Ostergeschäft profitieren können. Am stärksten davon betroffen war die Warenhaustochter Galeria Kaufhof, deren Umsatz im ersten Quartal um fast 5 Prozent auf rund 800 Millionen Euro zurückging. Flächenbereinigt betrug der Rückgang der Erlöse hier 3,9 Prozent.

In der Kaufhof-Tochter Sportarena wird seit März an zwei Standorten das neue Filialkonzept "Wanderzeit" getestet. Auf jeweils rund 500 Quadratmetern wird dabei ein breites Outdoor-Sortiment angeboten.

Internationale Expansion wird vorangetrieben

Auch Real musste Einbußen hinnehmen. Der Umsatz der SB-Warenhaus-Kette sackte im ersten Quartal um 3,5 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro ab. Leichte Verbesserungen gab es bei den Cash & Carry-Märkten, wo die Erlöse um 1,1 Prozent auf rund 7 Milliarden Euro stiegen. Die Umsätze von Media-Saturn verbesserten sich um 0,8 Prozent auf rund 5 Milliarden Euro.

Die Metro Gruppe hat ihre internationale Expansion fortgesetzt. Allein im ersten Quartal wurden neun neue Standorte eröffnet. Für das Geschäftsjahr 2011 will der Konzern 2,2 Milliarden Euro in insgesamt 110 neue Standorte investieren. Für 2011 erwartet Metro ein Umsatzwachstum von 4 Prozent. Das Ebit soll vor Sonderfaktoren um 10 Prozent wachsen.

Allerdings erhofft sich der Konzern eine weitere Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite kompensieren zu können.