Laut "Lebensmittel Zeitung" steht die Metro AG kurz davor, Galeria Kaufhof an einem ausländischen Warenhauskonzern zu verkaufen. Der Konzern dementiert energisch.

Die "Lebensmittel Zeitung" schreibt, dass es für Kaufhof "konkrete Verkaufsgespräche" gebe, "die sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden". Demnach würde Metro die Warenhaustochter Kaufhof für 1,7 Milliarden an die spanische Warenhauskette El Corte Inglés verkaufen.

Dem Fachblatt zufolge befinden sich die Verhandlungen "bereits in der Due-Diligence-Phase" - also es würden die Bilanzen gerade genau geprüft.

Metro dementiert

Die Metro AG dementierte den Verkauf. In einer Pressemitteilung heißt es: "Die entsprechende Meldung entspricht in keiner Weise den Tatsachen." Offenbar seien "von der Zeitung Gespräche, die der Konzern mit Warenhaus-Betreibern als Fach-Dialog führe, fehlinterpretiert worden", hieß es.

Laut dem Konzern gibt es "weder einen konkreten Verkaufsprozess für den Kaufhof noch gar Abschlussverhandlungen in fortgeschrittenem Stadium." Ein Kaufpreis von 1,7 Milliarden Euro für Kaufhof sei laut Metro zudem "keine ernstzunehmende Größenordnung für ein so profitables Unternehmen".

Die Warenhauskette ist mit 3,6 Milliarden Euro Umsatz die kleinste der vier Metro-Sparten. Sie sei nicht internationalisierbar, deshalb müsse sie verkauft werden, hatte Metro-Chef Eckhard Cordes bereits 2008 gesagt. Bisher sind allerdings alle Versuche gescheitert - zuletzt wurde über einen Börsengang spekuliert.