Der Handelskonzern Metro ist einem Pressebericht über einen möglichen Verkauf der Elektronikhändler Media-Markt und Saturn entschieden entgegengetreten.

Die Tochterfirma sei ein integraler Bestandteil des Konzerns und es gebe keinerlei Überlegungen, den wertvollen Unternehmensteil zu veräußern, sagte ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage.

Der Metro-Vorstand und die Geschäftsführung von Media-Markt und Saturn arbeiteten mit Hochdruck an der strategischen Neuausrichtung der Märkte, um deren führende Marktposition zu erhöhen. Media-Saturn ist zuletzt in die roten Zahlen gerutscht.

Zuvor hatte das Wirtschaftsmagazin "Capital" berichtet, dass der Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals Übernahmeangebote für die Metro-Tochter prüfe. Damit zeichne sich im Streit um die Vorherrschaft bei Media-Saturn zwischen Metro-Chef Eckhard Cordes und und Kellerhals eine neue Option ab, hieß es.

Ein Sprecher der Kellerhals-Vermögensgesellschaft Convergenta Invest sagte, dass verschiedene Investoren Kellerhals aufgefordert hätten, der Metro die rund 75 Prozent an Media-Markt Saturn abzukaufen.

Streit zwischen Metro und Kellerhals eskaliert

Zwischen Metro als Hauptgesellschafter von Media-Markt Saturn (75 Prozent) und Kellerhals eskalierte am Jahresanfang der Streit um die Ausrichtung des Unternehmens und den Einfluss der Gesellschafter.

Kellerhals, der das Unternehmen 1979 gemeinsam mit Leopold Stiefel und Walter Gunz gegründete hatte, fürchtet um sein starkes Vetorecht. Dies hatte Metro ihm eingeräumt, als das Unternehmen die Mehrheit der Elektronikfachkette übernahm.

Metro-Chef Cordes sieht in den Vetorechten nun einen Hemmschuh für die Neuausrichtung des Unternehmens und will sie kippen. Zuletzt hatte Metro Berichte dementiert, wonach die Warenhaustochter Kaufhof ins Ausland verkauft werden würde.