Die Immobilientochter der Metro Group verkauft zwei Warenhäuser in Hamburg und Frankfurt an Shoppingcenter-Besitzer. Kaufhof bleibt dort aber Mieter. (Aktualisiert)

Die Metro Properties verkauft zwei Kaufhof-Warenhäuser in Hamburg und Frankfurt am Main. Der Erwerber ist die Eigentümergesellschaften des Alstertal-Einkaufszentrums in Hamburg sowie des Hessen-Centers in Frankfurt, die veräußerten Immobilien grenzen unmittelbar an die Shoppingcenter an.

Zu den Eigentümern zählen der Shoppingcenterentwickler ECE , die Otto-Gruppe sowie die Investmentgesellschaft der Deutschen Bank DWS, die DZ Bank und BAT. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Langjährige Mietverträge bleiben bestehen

Das Warenhaus in Hamburg-Poppenbüttel ist an das Alstertal-Einkaufszentrum angeschlossen und verfügt über eine Verkaufsfläche von rund 12.900 Quadratmetern auf vier Ebenen.

Die Immobilie am Hessen-Center in Frankfurt, in der Galeria Kaufhof ebenfalls Mieter ist, hat 7.800 Quadratmeter Verkaufsfläche auf drei Ebenen. Mit der Galeria Kaufhof GmbH bestehen langfristige Mietverträge, die unverändert fortgeführt werden. Beide Center wurden von der ECE entwickelt und werden seit ihrer Eröffnung 1970 und 1971 vom Hamburger Unternehmen betrieben.

"Bestandteil des strategischen Portfoliomanagements"

"Die Veräußerungen sind Bestandteil unseres strategischen Portfoliomanagements und nicht etwa der Verkauf von Tafelsilber", betont Christine Bossak, Sprecherin der Metro Group AG gegenüber derhandel.de.

"Wir optimieren unsere Wertschöpfung und verkaufen Immobilien, wenn wir sie auf dem Höhepunkt ihrer Wertsteigerung sehen. Dies ist meist in reifen Märkten der Fall", so die Sprecherin.

Die Metro investiere zugleich in einem noch höheren Umfang in Immobilien in Wachtumsmärkten, von denen sich das Unternehmen eine erhebliche Wertsteigerung verspreche. Dadurch trage die Metro Properties zur langfristigen Steigerung des Immobilienvermögens des Gesamtkonzerns bei.

Bereits 2010 und 2011 wurden jeweils rund 20 Standorte von Metro Cash & Carry in Italien über einen geschlossenen Immobilienfonds am Markt platziert und langfristig zurückgemietet.

"Das Unternehmen plant, dieses Erfolgsmodell auch in weiteren europäischen Ländern umzusetzen. Konkret wird derzeit eine Veräußerung von Immobilien in Frankreich geprüft", erläuterte Bossak gegenüber derhandel.de.