Der größte deutsche Einzelhändler korrigiert seine Prognosen für das Jahr 2011 nach unten. Die Metro sieht aufgrund des schlechten Weihnachtsgeschäfts und der Schuldenkrise keine Chance, das Vorjahresergebnis zu halten.

Schon vor Monaten deutete der scheidende Metro-Chef Eckhard Cordes sibyllinisch an, dass sich das "Chancen-Risiko-Profil" für die Jahrziele verändert hätte. Am heutigen Dienstag korrigiert der Düsseldorfer Handelskonzern seine Prognose für 2011 nun offiziell nach unten.
 
"Vor dem Hintergrund eines schwach angelaufenen Weihnachtsgeschäfts in vielen Ländern Europas, negativer Währungseffekte und der zunehmend spürbaren Folgen der Staatsschuldenkrise für die Konjunkturentwicklung und das Konsumentenvertrauen passt die Metro Group ihre Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2011 an", heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns.

Schwacher Verlauf des Weihnachtsgeschäfts enttäuscht

Sollte sich der bisher schwache Verlauf des wichtigen Weihnachtsgeschäfts fortsetzen, gehe man von einem Umsatz leicht unterhalb des Vorjahresniveaus von 67,3 Milliarden Euro aus. Beim operativen Ergebnis (EBIT) vor Sonderfaktoren erwartet das Unternehmen ein Ergebnis leicht unterhalb des Vorjahresniveaus von 2,4 Milliarden Euro.

"Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass aufgrund der schwachen Vorjahresbasis das diesjährige Weihnachtsgeschäft wächst. Der Start ins Weihnachtsgeschäft blieb bisher aber deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück", sagte Dr. Eckhard Cordes, Vorstandsvorsitzender der METRO AG.

In vielen Ländern Europas seien die Kunden infolge der sich verschärfenden Staatsschuldenkrise, hoher Arbeitslosigkeit und Sparprogramme stark verunsichert. Über die Vertriebslinien und Landesgrenzen hinweg spüre der Konzern eine Kaufzurückhaltung.