Der Handelskonzern Metro plant einschneidende Veränderungen im Großhandel. Hunderte von Stellen sollen wegfallen.

Die deutsche Metro-Großhandelstochter soll stärker auf die Kunden aus der Hotellerie und der Gastronomie ausgerichtet werden. Das könnte Veränderungen im Sortiment zur Folge haben. So sei ein größeres Fisch-Angebot vorstellbar.

Darüber hinaus würden neue Dienstleistungen geprüft. Als Beispiel nannte der Sprecher einen Lieferservice, der lokal begrenzt getestet werde.

Dafür sucht der Konzern nach Informationen von Der Handel bereits Außendienstmitarbeiter.

Mehrere hundert Stellen in Gefahr

Die Neuaufstellung sei langfristig angelegt und keine Reaktion auf die Finanzmarktkrise. Es gehe nicht nur um einen Stellenabbau, sagte ein Konzernsprecher am Montag in Düsseldorf auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Metro hatte bereits Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” bestätigt, nach denen in den kommenden zwei Jahren mehrere hundert Stellen in den bundesweit 123 Großhandelsmärkten und der Verwaltung gestrichen werden sollen. Betriebsbedingte Kündigungen seien dabei nicht ausgeschlossen.

Die Großhandelssparte hat im Inland rund 17 000 Mitarbeiter. Die Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende sind mit ihrer kräftigen Auslandsexpansion ein Wachstumsmotor der Metro.

In Deutschland ging der Umsatz der Sparte im ersten Halbjahr 2008 jedoch leicht zurück. Medienberichten zufolge hat sich der operative Gewinn (EBIT) des Großhandelsgeschäftes in Deutschland von 2004 bis 2007 bei einem nahezu unveränderten Umsatz mehr als halbiert.