Die Prognose war verhalten, und genauso ist es gekommen. Wechselkursschwankungen und Verkäufe belasten die Metro-Bilanz im "Rumpfgeschäftsjahr".

Der Handelskonzern Metro hat sein Rumpfgeschäftsjahr 2013 (30. September) mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld in vielen Teilen Europas, ungünstige Wechselkursschwankungen, aber auch der Verkauf des Osteuropa-Geschäfts der Lebensmittelkette Real belasteten den Umsatz. Dieser ging von Januar bis September um 2,2 Prozent auf 46,3 Milliarden Euro zurück.

Bereinigt um Währungseffekte und die Veränderungen im Unternehmensportfolio erreichte Metro ein Plus von 0,9 Prozent. Der Konzern, zu dem die Großmärkte Metro Cash & Carry, die Real-Supermärkte, die Elektroniktochter Media-Saturn sowie die Warenhauskette Galeria Kaufhof gehören, hatte dies auch so prognostiziert.

Media-Saturn "zurück auf dem Wachstumspfad"

Bei Media-Saturn stieg der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2013 um 0,6 Prozent (in lokaler Währung plus 1 Prozent). Im dritten Quartal sank der Umsatz leicht um 0,1 Prozent (in lokaler Währung 1 Prozent). In Deutschland ist Media-Saturn mit einem Anstieg des flächenbereinigten Umsatzes um 3,1 Prozent wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, versichert Metro.

Bedingt durch das nach wie vor schwierige wirtschaftliche Umfeld in Südeuropa und einigen osteuropäischen Ländern schwächte sich die flächenbereinigte Umsatzentwicklung in West- und Osteuropa gegenüber dem zweiten Quartal leicht ab. Die Online-Umsätze stiegen deutlich um mehr als 70 Prozent. Dazu haben laut Metro sowohl die Mehrkanalumsätze von Media-Saturn als auch eine starke Steigerung der Redcoon-Umsätze beigetragen. Im dritten Quartal wurden sechs neue Standorte eröffnet.

Real verliert nach Portfoliobereinigung, Kaufhof solide

Real erzielte von Januar bis September 2013 einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro, das ist ein Rückgang von 8,3 Prozent (in lokaler Währung minus 7,9 Prozent). Das sei vor allem darauf zurückzuführen, dass Real Ukraine seit dem 1. März, Real Russland seit dem 1. April und Real Rumänien seit dem 1. September nicht mehr in den Konzernabschluss des Konzerns einbezogen würden, teilt Metro mit.

Bei Galeria Kaufhof ging der Umsatz im Jahr 2013 um 0,5 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zurück. Flächenbereinigt wuchsen die Erlöse jedoch um 0,9 Prozent. Im dritten Quartal konnte die Warenhaustochter den flächenbereinigten Umsatz steigern um flächenbereinigte 1,1 Prozent.

Cash & Carry verliert ebenfalls

Der Umsatz von der Großhandelstochter Cash & Carry sank von Januar bis September um 2 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro (in lokaler Währung minus 0,6 Prozent). Bereinigt um den Verkauf von Makro Cash & Carry in Großbritannien lag der Umsatz annähernd auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, teilt Metro mit.

Die vollständigen Zahlen legt das Unternehmen am 12. Dezember vor. Metro will das Geschäftsjahr, das bisher mit dem Kalenderjahr identisch war, künftig im Oktober beginnen. Damit fällt dann das wichtige Weihnachtsgeschäft in das erste Quartal.