Die Konsumlaune der Deutschen spürt auch die Metro. Der Konzern ist einer der Gewinner des zurückliegenden Weihnachtsgeschäfts. Zum Glück, denn die internationalen Märkte sind schwierig.

Das Weihnachtsgeschäft in Deutschland hat dem Metro-Konzern einen gelungenen Auftakt in das laufende Geschäftsjahr beschert. Zwar sank vor allem wegen Problemen in Russland der Umsatz konzernweit im ersten Quartal um 1,5 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte.

Weil jedoch gerade in Deutschland zu Weihnachten im Konzern die Kassen klingelten, verwies Metro auf ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 2,1 Prozent. Nach Bekanntgabe der Zahlen legte der Metro-Kurs um rund 4 Prozent zu.

Russland ist weiterhin problematisch

Von den drei Vertriebsmarken des Handelsunternehmens konnten nur die  Elektronikmarktketten Media-Markt und Saturn im Quartal einen um 0,2 Prozent minimal gesteigerten Umsatz auf 6,9 Milliarden Euro erwirtschaften. Bei den Großmärkten Cash & Carry (minus 2,4 Prozent/8 Milliarden) und der Supermarktkette Real (minus 3,8 Prozent/2,1 Milliarden) mussten die Düsseldorfer hingegen Umsatzrückgänge hinnehmen.

Vor allem in Russland sorgt die Rubelkrise für ein schwieriges wirtschaftlichen Umfeld. Betroffen waren sowohl die Cash & Carry-Märkte als auch Media-Markt und Saturn. Als Konsequenz hat der Konzern zwei Media-Saturn-Standorte dicht gemacht. Endgültig verkauft hat Metro seine 19 Cash & Carry-Märkte in Vietnam.

Die Metro-Gruppe ist nach eigenen Angaben weltweit in 30 Ländern an mehr als 2.000 Standorten vertreten und beschäftigt etwa 230.000 Mitarbeiter.