Metro will ein höheres Tempo bei der Expansion in Osteuropa und Asien anschlagen und benötigt dafür Geld. Nun hat der Handelskonzern Märkte in Südeuropa verkauft.

Der Handelskonzern Metro verkauft Immobilien, um den schnelleren Ausbau der Geschäfte in Osteuropa und Asien zu finanzieren. Das Düsseldorfer Unternehmen gab an diesem Donnerstag die Veräußerung eines geschlossenen Immobilienfonds bekannt, der 20 Großhandelsmärkte in Italien umfasst. Dort wird Metro künftig Mieter sein.

Mit dem Verkaufserlös von 300 Millionen Euro solle der Kauf neuer Standorte in den Wachstumsregionen finanziert und damit die Auslandexpansion beschleunigt werden. Ende 2010 hatte die Metro einen ersten Fonds mit 20 Großhandelsmärkten in Italien verkauft. Der Konzern prüft nun, in Europa weitere Immobilienfonds aufzulegen.

Markt für Jakarta geplant

Die Großhandelssparte des Konzerns will in diesem und in den kommenden Jahren mehr als 40 neue Märkte in Asien und Osteuropa eröffnen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Sprung nach Indonesien. In der Hauptstadt Jakarta soll nach früheren Angaben im kommenden Jahr der erste Metro-Großhandelsmarkt für Gewerbetreibende eröffnet werden.

Der Großhandel ist die wichtigste Ertragsquelle im Düsseldorfer Konzern, zu dem auch die Elektronikketten Media-Markt und Saturn, der Lebensmittelhändler Real und die Warenhauskette Kaufhof gehören. Metro investiert in diesem Jahr 2,2 Milliarden Euro. Durch den Immobilienverkauf ändere sich die Investitionssumme nicht.