Metro will gegenüber Kunden und Lieferanten seinen Markenauftritt verbessern. Dafür sollen die Schaper-Märkte im Gesamtkonzern aufgehen.

Der Handelskonzern Metro setzt im Großhandel in Deutschland künftig nur noch auf eine Marke. Die 51 konzerneigenen Schaper-Großhandelsmärkte werden deshalb bis Ende nächsten Jahres auf die Marke Metro umgestellt, das teilte der Handelskonzern am Montag in Düsseldorf mit. Schaper gehört seit 1996 zum Metro-Konzern, wurde aber bisher als eigenständige Marke geführt.

Mit dem einheitlichen Markenauftritt will das Unternehmen seine Positionierung gegenüber Kunden und Lieferanten verbessern. Die Großhandelssparte des Konzerns kämpft in Deutschland seit geraumer Zeit mit Umsatzrückgängen. Neuen Schwung erhofft sich die Sparte auch durch ein für die nächsten Jahre geplantes umfangreiches Modernisierungsprogramm in dreistelliger Millionenhöhe.

Außerdem prüfe die Metro-Großhandelssparte die Eröffnung neuer Standorte in Innenstadtlagen, die für Gastronomiekunden leichter erreichbar sein sollen, hieß es. In Frankreich und Südeuropa sei dieses Konzept bereits sehr erfolgreich.

Wertberichtigung bei Real

Vergangene Woche hatte Metro bei seiner SB-Warenhaustochter Real eine massive Wertberichtigung vorgenommen. Insgesamt reduzierte der Konzern den Wert der Tochterfirma in der Bilanz um rund 450 Millionen Euro auf circa 630 Millionen Euro. Mit dem Schritt wolle man mehr Handlungsspielraum für die Neuausrichtung der zuletzt gewinnschwachen Kette gewinnen.

Metro-Chef Olaf Koch betonte: "Wir haben in den vergangenen drei Jahren bereits erheblich in die Modernisierung und Neuausrichtung von Real investiert und sehen hier insbesondere im Umsatz der auf das neue Konzept umgestellten Hypermärkte sehr positive Entwicklungen." Bisher sind allerdings erst 82 der insgesamt mehr als 300 Real-Märkte auf das neue Konzept umgestellt.