Der Metro-Konzern hat einen Käufer für die Auslandsaktivitäten der Tochter Real gefunden: Die französische Gruppe Auchan übernimmt 91 Standorte des SB-Warenhausbetreibers in vier Ländern.

Der Handelskonzern Metro macht bei seiner Tochter Real mit einem milliardenschweren Auslandsverkauf kräftig Kasse: Für den Kaufpreis von 1,1 Milliarden Euro übernimmt der französische Konkurrent Auchan das Auslandsgeschäft des SB-Warenhausbetreibers mit Ausnahme der Türkei, teilte die Metro AG am Freitag in Düsseldorf mit.

Real fokussiere sich nunmehr auf das Deutschland-Geschäft. Der Verkauf von Real Osteuropa umfasst 91 SB-Warenhäuser in Polen, Russland, Rumänien und der Ukraine sowie die Immobilien von 14 Standorten im Eigentum.

Die Metro-Tochter Real erzielte im Jahr 2011 im Ausland mit rund 24.000 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet 2,9 Milliarden Euro. In Deutschland hat das Unternehmen rund 39.000 Mitarbeiter.

Konzern reduziert Schuldenstand

"Die Metro Group wird aus der Transaktion einen positiven Cashflow-Beitrag von rund 600 Millionen Euro erzielen", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Nettoverschuldung werde durch den Verkauf um 1,5 Milliarden Euro reduziert.

Der Verkauf muss noch von den zuständigen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden und wird laut voraussichtlich 2013 abgeschlossen.

Das Real-Geschäft in der Türkei ist nicht Bestandteil der Transaktion. Als Begründung gibt Metro an, dass Auchan dort nicht präsent ist und durch den Zukauf ausschließlich die Aktivitäten in Osteuropa verstärken will.