Für die Metro Group war 2009 ein verlustreiches Jahr. Beim Umsatz gab es Einbußen. Im Rahmen der Neuordnung des Unternehmens überdenkt der Handelskonzern die Verkäufe zweier Töchter.

Die Metro Group hat 2009 Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verzeichnen müssen. Der Umsatz nahm um 3,6 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro ab, teilte Deutschlands größter Handelskonzern heute in Düsseldorf zur Bilanzvorlage mit. Ursprünglich sollte die Bilanz erst in der kommenden Woche vorgestellt werden.

Der Umsatzrückgang sei auf Wechselkurseffekte zurückzuführen, teilt das Unternehmen mit. In den Währungen der jeweiligen Ländern stieg der Umsatz leicht um 0,2 Prozent.

Der Konzerngewinn sank im vergangenen Jahr um fast 7 Prozent auf 519 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Bereinigt um Aufwendungen für den Konzernumbau stieg der Gewinn um 14 Prozent auf 824 Millionen Euro. Zur Metro gehören Cash & Carry  Großhandelsmärkte, die derzeit neu geordnet werden, die Media-Saturn-Holding, die SB-Warenhauskette Real sowie Kaufhof.

Investorengespräche wegen Kaufhof

Möglichweise wird aber Kaufhof nicht mehr lange zu Metro gehören. Der Düsseldorfer Konzern befinde sich in Gesprächen mit Investoren über einen Verkauf seiner Warenhaus-Tochter, verlautete heute in Unternehmenskreisen.

Die Metro AG zählt die Warenhäuser seit längerem nicht mehr zum Kerngeschäft. Ein Verkauf sollte aber ohne Zeitdruck erfolgen. Im Geschäftsjahr 2009 steigerte Kaufhof den bereinigten operativen Gewinn EBIT um 3,4 Prozent auf 119 Millionen Euro. Dabei wurden Kosten für den Konzernumbau herausgerechnet. Der Umsatz von Kaufhof nahm um 1,9 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro ab.

Auch Real auf der Verkaufsliste

Mittelfristig könnte auch Real auf die Verkaufsliste von Metro kommen, hieß es am Mittwoch in Branchenkreisen. Metro unternimmt seit Jahren Anstrengungen, das Deutschland-Geschäft des SB-Warenhauses zu sanieren.

Real steigerte 2009 den bereinigten operative Gewinn (EBIT) um 46 Millionen auf 52 Millionen Euro, teilte die Metro AG mit. Dabei sind Aufwendungen für den Konzernumbau herausgerechnet. Der Umsatz nahm durch Wechselkurseffekte um 2,9 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro ab.