Die Hiobsbotschaften für Mitarbeiter im Handel nehmen kein Ende: Auch der Handelskonzern Metro plant den Abbau Hunderter Stellen - und will betriebsbedingte Kündigungen "so gut es geht" vermeiden.

Die Metro Group plant bis 2015 den Abbau von weltweit rund 900 Stellen. Ein Unternehmenssprecher sagte am Dienstag, betroffen seien Jobs in der Verwaltung der Metro AG und den Tochtergesellschaften Metro Properties (Immobilien), Metro Systems (IT) und Metro Logistics (Logistik).

Derzeit beschäftigt der Handelskonzern in diesen Bereichen 11.000 Mitarbeiter. "Es ist nicht vorgesehen, Personal auf der Fläche zu reduzieren", stellte der Sprecher klar.

Am Standort Düsseldorf stehen rund 200 der 3.000 Verwaltungsjobs auf der Kippe. Der Stellenabbau soll über das Nichtbesetzen frei werdender Stellen sowie das Streichen vakanter Posten erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen will der Konzern dem Vernehmen nach so gut es geht vermeiden.

Teil des Kostensenkungsprogramms

Der Stellenabbau sei Teil eines Kostensenkungsprogramms. Metro-Chef Olaf Koch hatte bereits angekündigt, 100 Millionen Euro einsparen zu wollen - in erster Linie über Sach- und Projektaufwendungen, aber auch beim Personal. Laut dem Sprecher liegt der Konzern bei seinem Sparziel "voll im Plan".

Erst Anfang des Monats hatte Metro angekündigt, rund 280 Stellen in der Düsseldorfer Zentrale der deutschen Großhandelstochter Cash & Carry kappen zu wollen. Dieser Abbau ist nicht Bestandteil des 100-Millionen-Programms. Insgesamt beschäftigt die Metro-Gruppe weltweit etwa 280.000 Menschen.