Eine Einigung des US-Justizministeriums mit Microsoft im Kartellrechtsstreit steht offenbar kurz bevor.

Informationen von amerikanischen Tageszeitungen zufolge steht eine Einigung des US-Justizministeriums mit Microsoft im Kartellrechtsstreit kurz bevor. Aus unternehmensnahen Quellen sei zu erfahren, dass die beiden Parteien versuchen bis zur Wiederaufnahme des Verfahrens am Freitag eine Einigung zu erzielen. Die Staatsanwälte hätten sich gestern lange über die Vorschläge beraten.

Experten gehen davon aus, dass Microsoft im Falle einer außergerichtlichen Einigung Computerherstellern mehr Selbstbestimmung darüber geben wird, welche Software-Applikationen geliefert werden und wie diese angezeigt werden. Des weiteren soll geregelt werden, in welchem Umfang Microsoft Quellcodes an andere Softwarehersteller abtreten muss, um seinen Konkurrenten bestimmte technische Informationen zu Microsoft-Produkten zur Verfügung zu stellen. Ziel des Kartellverfahrens ist es, Microsoft daran zu hindern, über sein Betriebssystem "Windows" andere Märkte zu dominieren.

Die neuen Regelungen sollen dann von einem technischen Komitee überwacht werden. Dieser für fünf Jahre geplanten Übereinkunft müssen aber noch weitere Bundesstaaten sowie das Gericht zustimmen. Wenn sie den Vorschlägen zustimmen, würde dies ein baldiges Ende des Prozesses bedeuten. (ST)


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