Nach der Offensive im deutschen Lebensmittelhandel steigt Migros nun auch in den Fitnessmarkt ein. Die Schweizer betreiben in München das erste ihrer neuen Sportstudios.

Der Handelsriese Migros aus Zürich steigt wie erwartet auch in Deutschland in den Fitnessmarkt ein. Die Einzelhandels-Genossenschaft betreibt in der Schweiz mehr als 50 Fitness-Anlagen und will bis Ende 2014 deutschlandweit acht "Elements"-Studios eröffnen. Das erste dieser edel eingerichteten Sportstätten ging am Dienstag in München in einer Vor-Eröffnung in Betrieb. Am Wochenende sind Tage der offenen Tür - der Publikumsbetrieb beginnt kommenden Montag (18.11.).

Auch in Stuttgart und Frankfurt sind Anlagen geplant. Migros werde jeweils zwischen 2 und 2,5 Millionen Euro investieren, sagte der Geschäftsleiter Jörg Blunschi. Mit den acht Fitness-Studios in Deutschland sollen rund 400 Arbeitsplätze geschaffen werden.

"Die Bereiche Gesundheit und Prävention sind ein klarer Wachstumsmarkt", betonte Blunschi vor einiger Zeit. "Unsere Analysen haben gezeigt, dass dieser Bereich in Deutschland nicht ausgeschöpft ist." Süddeutschland hält der Schweizer Manager für wirtschaftskräftig, um neue Studios zu eröffnen, "das Potenzial ist da", sagte er.

Kraftzirkel und Vibrationsbereich

Die Einrichtung wurde vom Innenarchitekten Claudio Carbone entwickelt. Für die Umsetzung zeichnete sich das Frankfurter Architektenbüro KSP Jürgen Engel verantwortlich.

Auf die Mitglieder warten über 120 Geräte und unter anderem ein voll elektronisch gesteuerter Kraftzirkel, Vibrationsplatten, Freihantel-, und Box-Fläche sowie zwei Gruppenräume mit mehr als 300 Kursen pro Monat. Im Wellnessbereich bietet das Studio an der Donnersbergerbrücke drei Saunen (mit abgetrennter Frauenzone), ein Dampfbad, zwei Ruhebereiche und ein Massage-Atelier.

Erst vor wenigen Wochen hat die Migros den deutschen Lebensmittelhändler Tegut übernommen.