Die Supermarktkette Tegut steht möglicherweise vor einem Verkauf an den Schweizer Handelsriesen Migros. Das Unternehmen bestätigt Gespräche mit Investoren.

"Wir können bestätigen, dass wir ergebnisoffene Gespräche führen", teilte das Fuldaer Unternehmen am Freitag mit.

In der aktuellen Ausgabe der "Lebensmittel Zeitung" (LZ) bestätigte Tegut-Mitinhaber Wolfgang Gutberlet Verhandlungen über den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an Migros und andere Investoren.

Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte er der "LZ". "Insider schließen eine Komplettübernahme durch Migros Zürich nicht aus", heißt es weiter in dem Bericht. Die Geschäftslage des Mittelständlers aus Fulda gelte als angespannt, er suche schon seit längerem nach einem Investor.

Noch keine Entscheidung gefallen, Partner gesucht

Der Tegut-Vorstandsvorsitzende Thomas Gutberlet hatte Gespräche mit Investoren zuvor lange Zeit dementiert. Im August 2009 hatte Firmenpatriarch Wolfgang Gutberlet die Unternehmensführung an seinen Sohn Thomas übergeben.

Eine Sprecherin von Tegut betonte gegenüber der "Frankfurter Rundschau", dass man nicht aus einer Notlage heraus agiere, sondern als vergleichsweise kleines Unternehmen in der deutschen Lebensmittelbranche, einen starken Partner für einer "gute Weiterentwicklung" des Unternehmens suche.

In den mehr als 300 Tegut-Märkten überwiegend in Hessen, Thüringen und  Nordbayern arbeiten etwa 6.300 Menschen. Die Unternehmensgruppe hatte 2011 einen Umsatz von rund 1,16 Milliarden Euro erzielt.

dpa, DH