Das Bundeswirtschaftsministerium will den Kauf sparsamer Haushaltsgeräte in Zukunft mit bis zu 150 Euro bezuschussen.

Laut dem Parlamentarischen Staatssekretär Peter Hintze (CDU) wird ein derartiger „Energiesparbonus” aktuell mit der Wirtschaft und den Verbraucherzentralen diskutiert.

Hintze sagte auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin, der Bonus könnte ein Anreiz sein, um alte Stromschlucker durch neue Geräte der höchsten Energieeffizienzklasse auszutauschen.

Handel begrüßt Pläne

„Ein solcher Energiesparbonus kann auch unter dem Aspekt der stetig steigenden Energiepreise nur begrüßt werden,” kommentiert Wilfried Hollmann, Präsident des Zentralverbandes Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV). Der Verband vertritt die Interessen von Konsumelektronik-Kooperationen wie ElectronicPartner, Euronics und Expert.

Auch Oliver Haubrich, Vorsitzender der Geschäftsführung von ElectronicPartner, begrüßt einen möglichen Energiesparbonus. Er verweist allerdings darauf, dass in der Umsetzung bürokratische Hürden vermieden werden müssen.

„Im Prinzip kann diese Maßnahme sinnvoll sein, um relativ kostengünstig CO2-Emissionen zu reduzieren. Allerdings ist es uns sehr wichtig, dass dieser Zuschuss unbürokratisch von unseren Händlern umgesetzt werden kann,” sagte Haubrich.

„Die große Frage lautet: Was soll oder muss mit dem Altgerät passieren und welcher bürokratischer Aufwand ist damit für den Händler verbunden? Hier sind pragmatische Lösungen gefragt,” forderte der EP-Chef.