Die Metro-Tochter real will mit Eigenmarken beim Verbraucher punkten. Die Ziele sind ehrgeizig.

Mit real-Quality, real-Selection und real-Bio führt der SB-Warenhausbetreiber erstmals Eigenmarken unter dem eigenen Namen. Die Marken werden ab dieser Woche bundesweit beworben.

„Die neuen Marken sind ein wichtiger Baustein unserer Strategie real2010,” sagt Joël Saveuse, Vorsitzender der real-Geschäftsführung. Die Metro-Tochter gilt als größtes Problemkind des Handelskonzerns. Mittelfristig will real  bis zu 25 Prozent des Lebensmittelumsatzes mit Eigenmarken bestreiten.

Laut Saveuse haben die SB-Warenhäuser  im ersten Halbjahr 2008 den Umsatz um 6,3 Prozent gesteigert. „Seit Jahresbeginn haben wir allein in Deutschland über zwei Millionen mehr Kundenbesuche verzeichnet als im Vorjahr”, jubelt der Manager.

Ende des Markenchaos

real möchte mit den neuen Eigenmarken mehr Orientierung bieten. „Bislang hatten wir über 20 verschiedene Eigenmarken, die kaum als real-Marken wahrgenommen wurden”, gibt Saveuse zu. Außer der bundesweit bekannten Preiseinstiegsmarke TiP werde es bei real in Zukunft nur noch Eigenmarken unter dem eigenen Namen geben.

Die real SB-Warenhaus GmbH führt rund 350 SB-Warenhäuser in Deutschland und weitere 85 in Polen, Rumänien, Russland und der Türkei. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte das Unternehmen einen Netto-Umsatz von 11 Milliarden Euro.