Die neue C-Klasse von Mercedes-Benz feiert Auftakterfolge. Jetzt bringen die Schwaben die für Fuhrparks besonders bedeutsame Kombi-Variante auf den Markt. Verkaufsstart ist im September.

Edles Ambiente, technische Avantgarde. Mit der neuen C-Klasse hat Mercedes-Benz  offensichtlich den Geschmack der Kundschaft getroffen. Nach dem Verkaufsstart im März (siehe Der Handel 4/2014) schossen die Absatzzahlen im April gleich um 20,1 Prozent in die Höhe.

Das Werk in Bremen, wo das Mittelklassemodell für den europäischen Markt gefertigt wird, läuft bereits auf Hochtouren. Alle 70 Sekunden verlässt ein Fahrzeug die Produktionshallen, die für rund eine Milliarde Euro errichtet worden sind.

Jetzt gaben die Daimler-Verantwortlichen im Kundenzentrum der weltweit zweitgrößten Konzernfabrik (Jahresproduktion 300.000 Einheiten) einen ersten Blick auf die Kombi-Version der neuen Baureihe, intern mit dem Kürzel S 205 versehen, frei. Am 2. Juni beginnt die Produktion, ab 30. Juni kann der offiziell und traditionell T-Modell genannte Neuling bestellt werden. Zu den Händlern rollt die in den Fuhrparks besonders gefragte C-Klasse mit der großen Heckklappe freilich erst ab 15. September - die Preise sind daher noch ein gut gehütetes Geheimnis.

Unabhängig von den bekannt strammen Tarifen des Hauses, die bei mehr als 35.000 Euro beginnen dürften, ist jetzt schon klar, dass sich die Nachfrage nach der Baureihe mit der Einführung der zweiten Karosserievariante noch einmal verstärken wird. Vor allem hierzulande, wo der Kombi fast 50 Prozent am Verkaufsmix ausmacht. "Deutschland ist der wichtigste Markt für das T-Modell", erklärt Unternehmenssprecher Michael Allner.

Rücksitzlehnen elektrisch umklappbar

Zu den viel gelobten Vorzügen der neuen C-Klasse gehören auch praktische Hilfen für die Fahrer: Der ebene Kofferraum schluckt 490 Liter. Die dreigeteilten Rücklehnen klappen auf Knopfdruck - auch vom Heck - um, dann ergibt sich ein 1.510 Liter fassender Frachtraum. Auf Wunsch können die Lehnen auch elektrisch betätigt werden, während die Heckklappe, ebenfalls optional, mit einer Fußbewegung im Bereich des Sensors im Stoßfänger öffnet. Hilfreich, wenn man die Hände voll hat. Das Touchpad zur Bedienung des Navigationssystems "Comand" und das Head-up-Display sind weitere Highlights der umfangreichen Sonderausstattungsliste.

Für die zunächst fünf Diesel- und vier Benzinmotoren versprechen die Schwaben Verbrauchseinsparungen bis zu 20 Prozent gegenüber dem Vorgänger. Schließlich sei der neue Wagen dank des verstärkten Einsatzes von Aluminium auch um 65 Kilogramm leichter als der alte - trotz des Längenwachstums um zehn Zentimeter auf nunmehr 4,70 Meter. "Schon bald werden ein Diesel-Hybrid und ein Plug-in-Hybrid folgen", verspricht Entwicklungsvorstand Thomas Weber, der sich seinen Stolz auf den Auftakterfolg und die gut gefüllten Auftragsbücher anmerken ließ.

Neuer Online-Dienst startet

Mit dem T-Modell der C-Klasse startet auch ein neuer Online-Dienst der Marke unter dem Slogan "Mercedes connect me". Das Angebot beinhaltet unter anderem ein Notrufsystem und die Steuerung einiger Fahrzeugfunktionen über das Smartphone. So kann der Fahrer an seinem Handy beispielsweise prüfen, ob die Türen verschlossen sind, der Tank noch ausreichend befällt ist, oder er kann dank Vernetzung die Standheizung rechtzeitig aktivieren.

Bernd Nusser