Die Verbundgruppen sehen sich gut für die SEPA-Umstellung gerüstet. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Mittelstandsverbunds (ZGV) und dem Wirtschaftsmagazin Der Handel hervor.

Keine 100 Tage mehr, dann müssen Unternehmen sämtliche Überweisungen und Lastschriften nach den Vorgaben der Single European Payments Area (SEPA) abwickeln. Auch im innerdeutschen Zahlungsverkehr müssen ab dem 1. Februar 2014 die SEPA-Datenformate verwendet werden, die bsilang üblichen Standards dürfen nach dem Stichtag von den Banken nicht mehr verwendet werden. 

"In Deutschland wird bisher nur ein sehr geringer Teil der rund 24 Millionen Überweisungen und 35 Millionen Lastschriften pro Arbeitstag nach dem SEPA-Format abgewickelt", warnt die Deutsche Bundesbank, die aus diesem Grunde am morgigen Donnerstag gemeinsam mit dem Bundesfinanzministerium, der Deutschen Kreditwirtschaft und Verbraucherschützern zu einer Pressekonferenz nach Frankfurt am Main lädt, um die Öffentlichkeit für die Dringlichkeit der SEPA-Umstellung zu sensibilisieren.
 

Verbundgruppen sehen sich gut gerüstet

Die deutschen Verbundgruppen sehen sich allerdings für die neue Welt des europäischen Zahlungsverkehrs bereits gut gerüstet. Jede zweite Kooperationszentrale ist bereits SEPA-fähig. Bei den Anschlusshäusern finalisieren aktuell 86 Prozent ihre Vorbereitungen auf den Stichtag. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage vom Mittelstandsverbund (ZGV) und Der Handel.

"Der Mittelstand befindet sich auf der SEPA-Zielgeraden", kommentiert der Präsident des Mittelstandsverbunds (ZGV), Wilfried Hollmann, die Ergebnisse.

Die regelmäßig vom Verband und Der Handel durchgeführte Konjukturumfrage zeigt außerdem, dass der Wachstumskurs der mittelständischen Kooperationen im dritten Quartal weiter an Fahrt aufgenommen hat. 53 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die gegenwärtige wirtschaftliche Lage als gut.

Die Umsatzeinbußen sind mit 19 Prozent weiter zurückgegangen. Im zweiten Quartal mussten noch 23 Prozent der Kooperationen ein Umsatzminus verzeichnen. Steigende Umsätze meldeten 39 Prozent der Befragten, während die Ertragslage bei 49 Prozent stabil blieb. Die Erwartungen für das restliche Geschäftsjahr sind ein wenig zurückgegangen. So rechnen 41 Prozent der befragten Kooperationen mit einem Umsatzplus. Nach der ersten Hälfte des Jahres waren es noch 45 Prozent.

An der Konjunkturumfrage haben sich 78 Kooperationszentralen aus 17 Branchen beteiligt. Die Erhebung bietet ein repräsentatives Bild der Geschäftslage in den Verbundgruppen des Mittelstandsverbundes. Zu diesen zählen rund 320 Einkaufs-, Marketing- und Dienstleistungskooperationen wie beispielsweise, Edeka, Rewe, Intersport, Expert, Hagebau und BÄKO.

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage finden Sie
Der SEPA-Stichtag rückt näher und näher.
Der SEPA-Stichtag rückt näher und näher.
.