Eine Umfrage von Der Handel und dem Verband ZGV macht deutlich: Die Umsatzentwicklung in mittelständischen kooperierenden Firmen zeigt wieder nach oben.

Die Lage der mittelständischen Unternehmen hat sich im zweiten Quartal 2009 deutlich gebessert: Noch im ersten Quartal 2009 meldeten bei der Umfrage von ZGV und Der Handel lediglich 18 Prozent der Betriebe, die Kooperationen angeschlossen sind, steigende Umsätze. Im zweiten Quartal waren es schon 32 Prozent.

An der Umfrage nahmen 85 Verbundgruppen und Einkaufszentralen verschiedenster Branchen teil, denen insgesamt rund 150.000 mittelständischen Unternehmen angeschlossen sind.

Kooperationszentralen mit Zugewinnen

Den Verbundgruppenzentralen geht es auch deutlich besser: 40 Prozent der Kooperationen melden zwar rückläufige Umsätze, dieses Ergebnis ist jedoch besser als die Zahlen vom ersten Quartal 2009, als 51 Prozent der Unternehmen mit Umsatzeinbußen zu kämpfen hatten.

Die Investitionsneigung ist dagegen negativer als im 1. Quartal: Knapp ein Drittel der Verbundgruppenzentralen meldet rückläufige Investitionen, im ersten Quartal waren es nur rund 14 Prozent.

Restriktive Kreditpolitik kritisiert

Diese Tatsache deckt sich mit den Aussagen vieler befragten Verbundgruppen, wonach die Kreditpolitik der Banken zunehmend restriktiver wird. Dies wurde in den Fragebögen immer wieder scharf kritisiert.

„Ein wirtschaflicher Aufschwung ist nur dann möglich, wenn die Liquidität des Mittelstands weiterhin gesichert bleibt", sagte Wilfried Hollmann, Präsident des Zentralverbandes Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV).

Laut Umfrage bleibt aber die häufigste Forderung aus dem kooperierenden Mittelstand an die Politik im Superwahljahr: Keine weiteren staatlichen Hilfen für einzelne Unternehmen und Branchen. Dies führe zu Wettbewerbsverzerrungen und wirke krisenverschärfend.