Europäische Führungskräfte mittlerer und großer Unternehmen wünschen sich mehr mobile Arbeitskonzepte. Das fand der "Nextra eEurope Reports" heraus.

Europäische Führungskräfte mittlerer und großer Unternehmen wünschen sich mehr mobile Arbeitskonzepte. So lautet das wichtigste Ergebnis des dritten "Nextra eEurope Reports" des Communication Service Providers Nextra. Nextra ist die europäische Internetmarke des norwegischen Telekommunikationskonzerns Telenor.

Von dezentralen und flexiblen Arbeitsformen versprechen sich die Manager laut Studie gesteigerte Produktivität, Kostensenkungen sowie höhere Arbeitsmoral und effektivere Kommunikation. Der dritte Nextra eEurope Report zeigt außerdem, wo die Hemmnisse bei der Realisierung dieser Arbeitsformen liegen und welche Veränderungen die Befragten für ihr Familienleben oder ihre gesellschaftlichen Kontakte erwarten.

Im europäischen Durchschnitt wünschen sich mehr als zwei Drittel der Angehörigen des mittleren und oberen Managements (69,1%) die Möglichkeit der Nutzung dezentraler oder flexibler Formen des Arbeitens - etwa per Telearbeit aus dem Homeoffice. Deutschland und Großbritannien (beide 82%) sowie Norwegen (76%) erzielen in diesem Punkt Werte, die deutlich über dem Durchschnitt liegen.

Als Hauptnutzen mobiler Arbeitskonzepte wird die erhöhte Produktivität genannt (61%), gefolgt von den dadurch ermöglichten betrieblichen Einsparungen (57%). In Großbritannien verspricht man sich zuvorderst eine Steigerung der Arbeitsmoral (81%). Eine Meinung, die von vielen Deutschen geteilt wird (68%). In Deutschland belegt dieser Punkt nach der Produktivitätssteigerung (78%) den zweiten Platz. Neben den möglichen Kosteneinsparungen versprechen sich die deutschen Manager auch einen Vorteil durch die effektivere Kommunikation (je 63%).

Knapp die Hälfte der Befragten (48%) erwartet keine Veränderung für das Familienleben oder die sozialen Kontakte, sollten flexiblere Arbeitsformen zum Einsatz kommen. 42,3% versprechen sich in diesem Punkt sogar eine Verbesserung ihrer Lebensumstände, lediglich 5,4% befürchten negative Folgen. Die letzte Gruppe kommt in Deutschland nur auf 1%, während die positiven Erwartungen von 46% geteilt werden. Wie im Europa-Durchschnitt sehen auch 48% der befragten deutschen Führungskräfte keine gesellschaftlichen Veränderungen auf sich zukommen.

Als größtes Hemmnis bei der schnellen Realisierung flexibler Arbeitskonzepte nennt die europäische Mehrheit, dass Mitarbeiter aufgrund mangelnden Interesses oder unzulänglicher Prioritätensetzung des oberen Managements nicht zu flexiblen Formen des Arbeitens ermutigt würden (43,5%). Unzureichende betriebliche IT-Systeme (43,3%) und mangelnde Investitionen in diesen Bereich (43,4%) werden als weitere Blocker angeführt.

Bei der tatsächlichen Umsetzung mobiler Konzepte greifen die Firmen europaweit bislang auf Mobiltelefone (59,1%), externe E-Mail-Zugänge (45,4%) oder Laptops (41,3%) zurück. Dabei wird die Einrichtung eines externen Zugriffs auf Firmendaten (Virtual Private Network) mit 21,4% europaweit am dringlichsten gewünscht. Bei den deutschen Führungskräften liegt der Bedarf an Mietsoftware (Application Service Providing) mit 22% knapp vor dem Wunsch nach einem Internet-basierten Firmennetzwerk (21%).

Insgesamt wurden 800 Telefoninterviews in acht europäischen Ländern (Deutschland, Großbritannien, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden, Slowakei und Tschechien) geführt. Nach Angaben von Nextra wurden strenge Auswahlsätze zugrunde gelegt, um eine gleichmäßige Streuung der Interviews nach Land und Unternehmensart (Technologie, Medien und Telekommunikation, Finanzsektor, staatlicher und öffentlicher Sektor, Sonstige) sicherzustellen. Alle Befragten gehörten dem mittleren bis oberen Management des jeweiligen Unternehmens an, wobei in jedem Land Unternehmen mit 50 bis 1.100 Mitarbeitern ausgewählt wurden. (ST)


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