Diesen Kriterien mussten sich die Payment-Anbieter stellen
Diesen Kriterien mussten sich die Payment-Anbieter stellen
Über einen Zeitraum von drei Monaten wurden 15 Anbieter mobiler Zahlungssysteme einem Praxistest unterzogen. Am Ende gab es einen Sieger: Paypal.

Die beiden Beratungsunternehmen Mücke, Sturm & Company und How2Pay setzen damit eine Studie aus dem vergangenen Jahr fort. In diesem Jahr standen rein auf dem Handy basierte Zahlungssysteme im Fokus. Die untersuchten Lösungen kommen also ohne Zusätze wie Dongles aus.

Insgesamt 60 Kriterien aus 5 Bereichen mussten sich die 15 Zahlungssysteme am POS stellen. Die prominentesten Teilnehmer Paypal, Deutsche Bahn, Edeka, Netto und Yapital.

Die Gutachter sehen deutliche Veränderungen im Markt. Im Bereich der Apps, die sich ausschließlich für das Bezahlen eignen (Yapital, Paypal), hat eine deutliche Konsolidierung stattgefunden. Dafür ergänzen viele Anbieter ihre Apps nun um Bezahlfunktionen (Deutsche Bahn, MyTaxi etc.).

Solche Apps haben gerade in Sachen Nutzerakzeptanz die Nase vorn. Denn vom Nachschlagen einer Reiseverbindung ist es eher ein kleiner Schritt zum Bezahlen. Das sieht nach Meinung der Autoren bei Bezahlapps anders aus. Hier haben es die Anbieter offensichtlich noch nicht geschafft, den Kunden den Mehrwert deutlich zu kommunizieren. Das dürfte in der Praxis dazu führen, dass die Apps um Zusatzfunktionen und Angebote (Rabatte etc.) erweitert werden, damit die Kunden beim Bezahlen auch einmal das Smartphone im Laden zücken.

Das Ergebnis des Benchmarkings für mobiles Payment
Das Ergebnis des Benchmarkings für mobiles Payment

Es hapert aber auch noch an einer anderen Stelle. Bei den integrierten Zahlfunktionen wissen die Kunden offensichtlich genauer, wie der Zahlvorgang funktioniert. Dies gilt im gleichen Maßstab auch für die Mitarbeiter des Anbieters.

Das Bezahlen als POS mit einer reinen Bezahlapp ist meist noch die große Ausnahme. Und obwohl die dahinter stehenden Systeme als auch die Prozesse deutlich verbessert wurden, scheitert das Bezahlen per Smartphone oft genug an der Technik oder schlicht dem fehlenden Wissen der Mitarbeiter.

Am Ende des Tests konnte sich Paypal auf den ersten Platz schieben und behielt die sprichwörtliche Nasenlänge vor der App von Netto.

Die komplette Studie kann für knapp 400 Euro bei www.muecke-sturm.de bestellt werden.