Das Handy für Transaktionen kleinerer Beträge nutzen: 44% der Nutzer von Mobiltelefonen wünschen sich diese Möglichkeit. Lediglich 2% bezahlen aber tatsächlich via Handy - Anbieter und Technik sind noch nicht ausgereift.

Das Handy als digitale Geldbörse für die Begleichung kleinerer Beträge wie Taxifahrten oder Bahntickets nutzen: 44% der Nutzer von Mobiltelefonen wünschen sich diese Möglichkeit. Lediglich 2% bezahlen aber tatsächlich via Handy - Anbieter und Technik sind noch nicht ausgereift. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von A.T. Kearney und der Cambridge Business School.

"Die Vorlieben der Konsumenten sind noch nicht so stark festgelegt. Man muss schnell auf Kundenwünsche mit attraktiven Produkten reagieren. Sonst verschwinden diese über Nacht", gibt Martin Sonnenschein, Vice President A.T. Kearney, zu bedenken. "Vor 18 Monaten beispielsweise hatten wir sehr hohe Werte, was das Interesse, via Handy ins Internet zu gehen, betrifft. Inzwischen sind sie dramatisch gefallen. Nicht zuletzt, weil es zu wenig attraktive Angebote seitens Herstellern und Content-Provider gab, diese Dienste auch zu nutzen. Potenziell besteht diese Gefahr auch bei 'm-cash'."

Besonders populär ist Mobile Payment laut Studie in Japan - jeder Zweite würde gerne auf diese Weise bezahlen. Knapp hinter Japan folgen Europa mit 46% und Gesamtasien mit 43%. In den USA können sich mit der Idee hingegen nur 38% anfreunden.

"Die Telekommunikationsindustrie sollte aus dem Erfolg von SMS in Europa lernen", erklärt Sonnenschein. Die Entwicklung der nächsten Generation mobiler Services per Handy müsse einhergehen mit der Erschließung neuer Einnahmequellen. "In Europa hat bereits fast jeder fünfte Handy-Nutzer einmal kostenpflichtig Logos oder Klingeltöne heruntergeladen", so Sonnenschein weiter. Dieses Modell zeige in die richtige Richtung. (ST)


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