Schlechte Nachrichten für die M-Payment-Branche: Selbst bei Smartphone-Nutzern, die als technikaffin und App-erfahren gelten, ist das mobile Bezahlen noch nicht verbreitet. Nach einer aktuellen Umfrage von TNS Infratest wird es in dieser Zielgruppe von noch nicht einmal einem Fünftel der Befragten genutzt. Für 38 Prozent ist es jedoch zumindest vorstellbar. Ein weiteres Drittel weiß zwar um die Möglichkeiten des kontaktlosen Bezahlens, will sie jedoch aus Sicherheitsgründen nicht nutzen. TNS Infratest hat für die Studie Ende April 1002 Smartphone-Nutzer über eine mobile App befragt.

Auch mit dem Wissen über mobile Technologien ist es bei der Zielgruppe nicht gut bestellt. QR-Codes - das sagt noch einer Mehrheit etwas. Aber NFC (Near Field Communication) ist jedem zweiten Befragten (47 Prozent) unbekannt, bei BLE (Bluetooth Low Energy) sind es gar 85 Prozent. Gleichzeitig ist das Misstrauen gegenüber den mobilen Technologien nach wie vor groß. Kaum jemand hält sie für sicher. Sicheres Bezahlen schreiben der NFC-Technologie nur 21 Prozent der Befragten zu, bei QR-Codes und BLE sind es nur jeweils 11 Prozent. „Auch wenn die Nutzer meinen, M-Payment sei schnell, einfach in der Handhabung und technisch innovativ, dürfte es für das mobile Bezahlen noch ein langer Weg werden, bevor es sich flächendeckend bei der Mehrheit der Smartphone-Besitzer durchsetzt", sagt Walter Freese, Head of Mobile Research bei TNS Infratest. "Der Hauptgrund dafür ist, dass zu wenig über konkrete Anwendungen und deren Nutzen für den User nachdacht wird."