Das schwedische Startup Tictail bietet Händlern eine in der Basisversion kostenlose Shoplösung an. Jetzt stellt das Unternehmen eine weitere Komponente vor, die es dem Händler auf verblüffend einfache Weise ermöglicht, mit seinen Kunden mobil zu kommunizieren und Service anzubieten.

Die zentrale Startseite des Tictail-Marktplatz
Die zentrale Startseite des Tictail-Marktplatz


An Tictail ist Project A, der Inkubator von Otto, mit gut 600.000 Euro beteiligt. Ein Invest, das sich auszahlen könnte, nicht nur weil es Tictail gelungen ist, ein bestechend einfaches Shopsystem aus dem Boden zu stampfen. Sondern auch dank der neuesten Entwicklung des Unternehmens, das den Namen Tictail Talk trägt.

Ein Shop - binnen Minuten online, ohne Technik-Gefummel

Tictail bietet seine Shops als SaaS-Lösung (Software as a Service) an. Der Händler registriert sich kurz auf der zentralen Startseite und wählt zwischen den angebotenen Vorlagen. Danach können bereits erste Artikel eingepflegt werden. In den Einstellungen werden dann noch die Zahlungsvarianten freigeschaltet. Dank der Integration von Paypal steht binnen Minuten ein Shop im Netz, in dem die Kunden auch per Kreditkarte bezahlen können. Und das ganz ohne monatliche Grundgebühren oder gar einer Umsatzbeteiligung.

Kostenpflichtig sind zusätzliche Funktionen, die der Händler wahlweise über eine Art von App-Store einfach für seinen Shop freischaltet. Dazu zählen etwa die Shopintegration auf Facebook, die Nutzung einer eigenen Domain oder automatisierte Benachrichtigungen an den Kunden, wenn ein ausverkaufter Artikel wieder lieferbar ist. Der Verkauf digitaler Güter (z.B. E-Books) ist möglich. Aber auch diese Funktion kostenpflichtig.

Im Backend kann der Händler Zusatzfunktionen freischalten, die teilweise kostenpflichtig sind
Im Backend kann der Händler Zusatzfunktionen freischalten, die teilweise kostenpflichtig sind

Tictail hat gerade die kleinen Händler im Blick, die nach einer schnellen Lösung suchen, online zu verkaufen, aber weder die technischen Kenntnisse besitzen, einen Shop selbst aufzusetzen, noch über das Budget verfügen, einen Dienstleister damit zu beauftragen. Da versteht es sich fast von selbst, dass alle Händler direkt auf der zentralen Marktplatz-Seite von Tictail präsentiert werden.

Tictail Talk - mobiler Kundenservice per Mausklick

Mit den Cards versorgt der Händler die Kunden mit optisch ansprechenden Nachrichten
Mit den Cards versorgt der Händler die Kunden mit optisch ansprechenden Nachrichten
Nach eigenem Bekunden werden über 55 Prozent aller Käufe auf der Plattform inzwischen über mobile Geräte abgewickelt. Das war für das Unternehmen Grund genug, Händlern und Kunden ein eigenes Kommunikationsmittel an die Hand zu geben. Tictail Talk wurde in die offizielle App integriert. Diese kann über die App-Stores von Apple und Google installiert werden und eröffnet den Kunden die bequeme Nutzung des Marktplatzes. Ist er unsicher, ob ein Artikel passt oder hat eine Nachfrage zu einem Produkt kann er nun die Talk-Funktion verwenden. Sie ist wie die bekannten Messenger aufgebaut, also intuitiv zu benutzen.

Händler, die sich in der App anmelden, können direkt aus der App die Optionen des Shops bearbeiten. Und im Bereich Talk sind auch bereits erste Gruppen angelegt. Dazu gehören die Kunden, die bereits etwas gekauft haben, sowie andere Nutzer, die dem Angebot zwar folgen, aber noch kein Produkt erworben haben. Mit diesen kann der Händler etwa in Form von Rabattcodes in Kontakt treten oder Sonderangebote unterbreiten.

Direkt in der App findet der Händler bereits Gruppen für die Kommunikation vor
Direkt in der App findet der Händler bereits Gruppen für die Kommunikation vor

Dazu haben die Macher die so genannten Cards entwickelt. Diese sind deutlich ansprechender gestaltet, als die klassischen Messenger-Konversationen und enthalten etwa farbige Hintergründe und auf Wunsch auch Produktbilder.

Mobile Kommunikation könnte also so einfach sein - Tictail zeigt anderen Marktplätzen, wie es gehen könnte.