Der deutsche Mode- und Schuhfachhandel haben durch den ungewöhnlich langen Winter die größten Umsatzeinbußen seit etwa zehn Jahren verzeichnet. Die Verbraucher sparten sich den Übergangsmantel.

Die Branchenumsätze schrumpften im ersten Halbjahr 2013 nach ersten Hochrechnungen der Verbände BTE und BDSE um jeweils drei Prozent. Höhere Rückgänge in einem ersten Halbjahr wurden laut den Verbandsstatistiken zuletzt im Jahr 2003 registriert.

Bereits wenige Prozente Veränderung beim Umsatz entschieden darüber, ob ein Fachhändler Gewinn oder Verlust erzielt, erläuterte ein Sprecher des BTE am Montag in Köln die Zahlen.

Vor allem Übergangsmode wie Jacken sei schlecht gelaufen. Nicht wenige Verbraucher seien direkt vom Wintermantel auf Sommermode gewechselt. Mit besserem Wetter im Mai und Juni hätten die Umsätze in den Bereichen Mode und Schuhe zwar deutlich angezogen. Das reichte aber nicht aus, um die Einbußen der Vormonate auszugleichen.

Außerdem griffen Händler frühzeitig zum Rotstift. Zum Start des eigentlichen Sommer-Schluss-Verkaufes (SSV) am Montag der kommenden Woche (22. Juli) gebe es noch eine große Auswahl an Sommermode. Im SSV seien wieder Reduzierungen von bis zu 70 Prozent zu erwarten.