Mehr Umsatz und höhere Erträge - die Modehändler profitierten im ersten Halbjahr von der gestiegenen Kauflaune der Verbraucher und blicken optimistisch in die Zukunft.

Der deutsche Modehandel schließt das erste Halbjahr 2010 mit einem Umsatzplus von 2 Prozent ab. Das melden die Teilnehmer des TW-Testclubs, des teilnehmerstärksten Panels im deutschen Textileinzelhandel, das von der Fachzeitschrift TextilWirtschaft (TW) geführt wird.

Im Vorjahresvergleich hat der Handel damit seine Umsätze deutlich gesteigert. Das erste Halbjahr im vergangen Jahr war noch mit einem Minus von 3 Prozent zu Ende gegangenen.

Mehr als 60 Prozent der deutschen Modehändler melden laut TW steigende Umsätze. Jeder fünfte Händler sogar im zweistelligen Bereich. Zu dieser positiven Umsatzentwicklung hat vor allem das sich aufhellende Konsumklima beigetragen.

Verband bestätigt positiver Trend

Die gute Entwicklung wird durch den Bundesverband Textileinzelhandel (BTE) bestätigt. "Der Modehandel steht im ersten Halbjahr 2010 gut da. Die meisten Unternehmen haben die Wirtschaftskrise bislang erfolgreich gemeistert", erklärte anlässlich der Fashion Week in Berlin BTE-Manager Axel Augustin.

Obwohl einige Unternehmen Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, dürfte es im gesamten Modefachhandel in den ersten sechs Monaten trotz der Wirtschaftskrise zu einem kleinen Umsatzplus gereicht haben, bestätigt der BTE.

Konsumlaune der Verbraucher steigt wieder

Die stabile Konsumstimmung kompensierte auch die schwierigen Wetterbedingungen. Zum einen erschwerte der lange und kalte Winter, zum anderen der spät einsetzende Sommer die Geschäfte im Modehandel.

Neben dem Umsatz hat sich auch der Ertrag bei einem Großteil der Händler positiv entwickelt. 55 Prozent der Händler verzeichneten einen höheren Ertrag als im Vorjahr, 25 Prozent konnten den Ertrag stabil halten, meldet die TW.

Für die zweite Jahreshälfte zeigt sich der Großteil der Händler optimistisch. Mehr als 90 Prozent der Händler, die das erste Halbjahr mit einem Plus abgeschlossen haben, gehen bei der TW-Umfrage davon aus, auch das Jahr mit Wachstum abzuschließen. Jeder dritte rechnet damit, sein Plus noch zu steigern.