Das Möbelhaus Roller hat mit der Höhe der Preisnachlässe geschummelt: Der durchgestrichene alte Preis auf den Werbeplakaten war deutlich höher als der tatsächliche Preis vor der Aktion.

Rabattaktionen können es in sich haben: Möbel Roller bot im Rahmen einer Aktion Artikel mit reduziertem Preis an. Den Preisunterschied bewarb der Händler, indem er auf dem Preisschild neben dem reduzierten Preis einen deutlich höheren, angeblich ursprünglichen Preis aufführte und durchstrich.

Allerdings war der durchgestrichene Preis höher als der, der noch kurz vor der aktuellen Rabattaktion galt, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Verbraucherschützer sahen darin eine irreführende Werbung und klagten.

"Ein Sonderangebot besonders attraktiv erscheinen zu lassen, in dem der Ursprungspreis künstlich in die Höhe gesetzt wird, ist irreführend und rechtswidrig", argumentiert Dunja Richter, Juristin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Also forderten die Verbrauchervertreter den Möbelhändler mit einer Abmahnung auf, sein rechtswidriges Verhalten einzustellen. Da das Unternehmen die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgab, brachte die Verbraucherzentrale den Fall vor Gericht. Vor dem Landgericht Essen zeigte sich der Händler einsichtig, so dass ein Anerkenntnisurteil erging. (Az: 43 O 25/13)