Deutsche Möbelhändler haben ihren Umsatz 2010 leicht gesteigert und nur knapp die 30-Milliarden-Euro-Marke verfehlt. Möbelversender profitieren vom Online-Boom.

Der deutsche Möbelhandel ist 2010 um 1,8 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro gewachsen. Dabei spielten die Möbelkooperationen mit einem Gesamtmarktanteil von 62 Prozent eine bedeutende Rolle. Das zeigt eine aktuelle Studie, die das EHI Retail Institute im Auftrag des Verbandes "Mittelstandsverbund - ZGV" durchgeführt hat.

Gleichzeit deckt die Studie erhebliche Strukturveränderungen im Möbelhandel auf. Demnach haben insbesondere die auf Sortimentsbündelung spezialisierte Anbieter sowie der Küchenfachhandel überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen erzielt.

Online-Wachstum für Möbelversender

Auch die Möbelversender wachsen: Deren Anteil am Gesamtmarkt von ist 4,3 auf 5,5 Prozent gestiegen. Sie profitieren vor allem vom Boom im Onlinehandel. Laut EHI-Möbelreport werden mehr als zwei Drittel der Möbel im Versandhandel online verkauft.

Trotz der insgesamt guten Stimmung sei der Möbelhandel noch weit von einer Wachstumseuphorie entfernt, so Franz Hampel, Sprecher der Fachgruppe Möbel im Mittelstandsverbund. Doch auch für 2011 rechnet Hampel mit einer Fortsetzung der positiven Tendenz.