Die Verbraucher kaufen wieder verstärkt Möbel. Vor allem gerne Schlafzimmereinrichtungen. Die Branche blickt daher auf ein gutes Jahr 2015 zurück.

Pünktlich zur Möbelmesse in Köln (18. bis 24. Januar) gibt es gute Nachrichten für die Branche. Neuesten Zahlen zufolge erreichte der Möbelmarkt 2015 ein Ergebnis von 19,9 Milliarden Euro und hätte damit fast wieder die 20 Milliarden Euro-Marke übertroffen. Dies gelang dem Markt zuletzt im Jahr 2003, schreibt das Institut für Handelsforschung (IfH) Köln.

Trotzdem ist das Plus von 3,1 Prozent beachtlich. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so: Seit dem Tiefpunkt im Jahr der Wirtschaftskrise 2009 mit einem Umsatz von rund 18,4 Milliarden Euro ist der Möbelmarkt durchschnittlich um nur 1,3 Prozent gewachsen.

"Der deutsche Möbelmarkt profitiert von der robusten konjunkturellen Lage. Hinzu kommt, dass die Konsumenten derzeit offenbar eher ihre Konsumausgaben erhöhen anstatt vor dem Hintergrund der Eurokrise in risikobehaftete Anlagen zu investieren", erklärt Uwe Krüger, Möbelmarktexperte am IfH.

Investiert wird aktuell vorzugsweise in Schlafzimmereinrichtungen,  Klein-/Ergänzungsmöbel und Einbauküchen. Insgesamt liegen alle acht betrachteten Marktsegmente mehr oder minder im Plus.

Gute Aussichten für 2016

Auch mit Blick auf das kommende Jahr wird der Möbelmarkt seinen Wachstumskurs halten können, prognostiziert das IfH. Die Möbelexperten des Instituts und der BBE-Handelsberatung erwarten auch für 2016 ein Plus von gut zwei Prozent, sodass das Gesamtmarktvolumen auf rund 20,3 Milliarden Euro steigen wird.

"In den kommenden zwei Jahren ist mit weiterem moderaten Wachstum zu rechnen. Wie weit der einzelne Möbelhändler davon profitieren kann, ist aber eher eine lokale Frage. Hier spielen lokale Wettbewerbsveränderungen und die Loslösung vom Preiskampf eine wichtigere Rolle", sagt Branchenexperte Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung der BBE.

IfH und BBE haben mit Beginn dieses Jahres eine Kooperation gestartet. Ziel ist das Verfassen gemeinsamer Branchenstudien. Den Anfang macht 2016 der neue "Branchenfokus Möbel".