Der Münchner Einzelhandel fürchtet Umsatzeinbrüche durch die Sicherheitskonferenz, die jährlich in der Isar-Metropole stattfindet und am heutigen Freitag beginnt.

Neben Hunderten Politikern und Experten aus aller Welt werden erneut Tausende von Demonstranten nach München reisen und Protestmärsche in der Innenstadt veranstalten. Allein für Samstag ruft ein Aktionsbündnis von 90 Organisationen zur Großdemo auf.

Genau das stört die Einzelhändler in der Münchner City, die sich über Umsatzeinbrüche beklagen. Diese lägen "zwischen 20 und sogar 60 Prozent", sagte der Geschäftsführer des Bayerischen Einzelhandelsverbandes, Bernd Ohlmann, in einem Interview.

Besonders betroffen ist der zentrale City-Bereich zwischen Hauptbahnhof, Karlsplatz, Sendlinger Tor und Isartor. Insgesamt 5.000 Demonstranten werden erwartet.

Verlagerung des Tagungsorts gefordert

Verbandschef Ohlmann fordert nun sogar die Verlagerung der Konferenz, die traditionell im Hotel Bayerischer Hof stattfindet. "Warum müssen die sich ausgerechnet in der Innenstadt treffen?", fragt er.

Es gebe den Eindruck, München würde sich während der dreitägigen Konferenz in eine Festung verwandeln. Geschäftsträchtig sei das nicht.

In München diskutieren Spitzenpolitiker und Militärs über globale Sicherheitsfragen. Die Konferenz dauert von Freitagnachmittag bis Sonntag und wird von über 4.000 Polizisten geschützt.